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Catedral de San Salvador (Kathedrale)
Oviedo (Zentrum Asturiens)
Kontakt Anschrift
Pza. de Alfonso II, el Casto. 33003 Oviedo
Telefon
985 219 642
Epoche

Gotik

Aufbaudatum

765

Bemerkungen

Zugänglich.

Weitere Informationen:

www.turismoviedo.es/

  • November bis Februar
    Montag bis Samstag: 10:00-14:00 und 16:00-18:00 Uhr.

    März, April, Mai und Oktober
    Montag bis Samstag: 10:00-14:00 und 16:00-19:00 Uhr.

    Juni
    Montag bis Samstag: 10:00-14:00 und 16:00-20:00 Uhr.

    Juli und August
    Montag bis Samstag: 10:00-20:00 Uhr.

    September
    Montag bis Samstag: 10:00-19:00 Uhr und vom 14. bis 21. von 10:00-17:00 Uhr.

    Sonntags und an Kirchenfeiertagen sowie samstags ab 18:00 Uhr für Besucher geschlossen.

    Bei Abhaltung liturgischer Feiern wird der Besuch beschränkt auf Heilige Kammer, Museum und Kreuzgang.

    Messezeiten an Sonn- und Feiertagen: 10:00, 11:00, 12:00, 13:00 und 18:30 Uhr


    Eintrittspreise:

    Eintrittspreise der Kathedrale

    • - Einzelpreis (mit Audioführer), Personen von 13 bis 65 Jahren - 7,00 €
    • - Rentner (mit Audioführer) und Gruppen über 15 Personen - 6,00 €
    • - Schüler von 12 bis 18 Jahren mit Lehrer, Studenten - 5,00 €
    • - Pilger mit Pilgerausweis, kinderreiche Familien und Arbeitslose - 4,00 €

    Teilbesuch*(Heilige Kammer, Museum, Kreuzgang)
    Bei liturgischen Feiern im Hauptschiff finden nur Teilbesuche statt.

    • - Allgemeiner Eintrittspreis - 5,00 €
    • - Pilger mit Pilgerausweis, kinderreiche Familien und Arbeitslose - 3,00 €

    Preise für Gruppen in Begleitung offizieller Fremdenführer:

    • - Kompletter Besuch - 5,00 €
    • - Teilbesuch - 4,00 € (nur wenn religiöse Feiern im Hauptschiff stattfinden)

    Diese Eintrittspreise werden vorübergehend um 1 € reduziert, da das Kirchenmuseum geschlossen ist.

  • Kirche
Das kulturelle, künstlerische und religiöse Wahrzeichen des Fürstentums.

Die Kathedrale von Oviedo hat ihren Ursprung in der Basilika, deren Bau von Alfons II. dem Keuschen (791-842) angeordnet und dem Erlöser gewidmet wurde. Sie wurde auf den Ruinen einer von seinem Vater Fruela I. im Jahr 765 erbauten und von den Arabern dreißig Jahre später zerstörten Kirche errichtet. Auf Betreiben von Alfons II. erfolgte auch der Bau der Marienkirche an der Nordseite und des Königspalastes an der Südseite der ursprünglichen Basilika San Salvador.

Im 14. Jh. wurde mit der Errichtung der gotischen Kathedrale nach dem Abriss der romanischen und präromanischen Basilika begonnen. Unter dem Bischof Gutierre de Toledo (1377-1389) wurde der Bau entscheidend vorangetrieben und Mitte des 14. Jh. mit dem Abschluss des spätgotischen Turms vollendet, d.h., die Bauzeit zog sich fast über drei Jahrhunderte dahin. Es dauerte noch weitere hundert Jahre bis zur Fertigstellung der Kapellen und Gruften, die an die Seitenschiffe angebaut wurden. Der Bau der heutigen Kathedrale nahm mithin ca. vier Jahrhunderte in Anspruch, der besonders intensiv im 15. Jh. vorangetrieben wurde, in dem der spätgotische Baustil vorherrschte, dem auch die Kathedrale von Oviedo zugerechnet werden kann.

Das Gebäude gliedert sich in drei Schiffe, das Hauptschiff und die Seitenschiffe mit Kapellen zwischen den Strebepfeilern, jeweils mit Säulenvorhalle. Das große Querschiff verleiht dem Grundriss die Form eines lateinischen Kreuzes, das von einem vieleckigen Chor mit Chorumgang abgeschlossen wird. Im Aufriss erfolgt die Gliederung durch Spitzbögen zur Trennung der Schiffe, ein Triforium und einen Obergaden mit dekorativen Verglasungen. Das gesamte Gotteshaus (Schiffe und Kapellen) ist mit Kreuzgewölben bedeckt, unter denen die achteckigen Gewölbe des Hauptschiffes herausragen.

Durch die mehrfachen Umbauten der Kathedrale verschmolzen letztlich beide Bauten miteinander und auch die ehemalige palatinische Kapelle, die Heilige Kammer, wurde in die neue Architektur integriert.

ROMANIK

Alfons III. der Große vermehrte in der zweiten Hälfte des 9. Jh. den Kathedralenschatz erheblich mit der Schenkung des Siegeskreuzes, wenngleich er keine Erweiterungen an der Basilika San Salvador durchführen ließ.

Nach dem Umzug des Königshofs nach León im 10. Jh., bereicherten auch die nachfolgenden Monarchen die Basilika mit ihren Schenkungen. Sie erreichte im Mittelalter hohes Ansehen, das sich in ihrem Beinamen Santa Ovetensis ausdrückte und war ein obligatorisches Ziel für Pilger und Gläubige. In diesen Zeitabschnitt werden das Apostolat in der Heiligen Kammer und der Alte Turm, beide im romanischen Stil, eingeordnet.

Den sogenannten Alten Turm muss man von außen betrachten. Er wurde zu Beginn des 12. Jh. im romanischen Stil errichtet und diente als Glockenturm bis zum Bau des gotischen Turms. Es handelt sich um einen nüchternen kompakten Turm aus kleinen ungleichen Quadersteinen im unteren Mauerbereich und großen gleichförmigen Quadersteinen im oberen Bereich, in dem sich Fenster mit Rundbogen, flankiert von Säulen mit großartigen Kapitellen, öffnen.

Die Kapelle San Miguel (Heilige Kammer) wurde im 12. Jh. umgestaltet. Die alte Decke wurde durch ein Tonnengewölbe ersetzt, das auf Gurtbögen aufliegt, die von Doppelsäulen getragen werden. Das bildhauerische Werk, das sich in dieser Kapelle entfaltet, gilt als eine der besten romanischen Arbeiten in diesem Bereich. An der Sockelmauer ist über der Eingangstür ein Leidensweg mit der Jungfrau Maria und Johannes dem Täufer angeordnet, in dem nur die Köpfe in den Stein gehauen sind, der Rest wurde gemalt. An den Längsmauern wurde das Apostolat skulptiert. Die zwölf Apostel mit ihren Symbolen sind an den Sockeln von sechs Säulenpaaren eingemeißelt, die mit pflanzlichen und tierischen Motiven sowie an und unter den Kapitellen mit Anspielungen auf mittelalterliche Themen und Legenden reich verziert sind.

Die Figur des Erlösers ist eine romanische, wahrscheinlich für den Hochaltar bestimmte Holzschnitzerei, die vor der Errichtung des Retabels angefertigt wurde. Diese mehrfarbige Figur mit recht archaischen Zügen in priesterlicher Pose, stellt den aufrecht stehenden Erlöser dar, die Erdkugel in der linken Hand haltend, während er mit der rechten Segnungen ausspricht. Sie wurde von den Pilgern sehr verehrt, die ihr zahlreiche Wunder beimaßen.

GOTIK

Der Kapitelsaal (Ende 18. Jh.) ist quadratisch und wird von einem von Trompen getragenen Gewölbe überdeckt. Der Raum wird durch eine große äußere und eine kleinere, über der Tür zum Kreuzgang angebrachte Rosette erhellt. In diesem Saal wird das großartige gotische Chorgestühl des ehemaligen Chors ausgestellt, das 1498 vom Bischof Juan Arias del Villar in Auftrag gegeben wurde und das Werk flämischer Künstler ist. Hier befindet sich auch das "Retabel der Klagen", ein bildhauerisches Werk aus dem 15. Jh.

Der romanische Kreuzgang aus dem 12. Jh. wurde durch einen gotischen Kreuzgang (14. und 15. Jh.) ersetzt. Bemerkenswert sind die reich verzierten Konsolen und Kapitelle, die weltliche und religiöse Themen, mittelalterliche Legenden und sogar rein asturische Motive darstellen, wie den Kampf von Favila mit dem Bären. Über dem gotischen Bogenwerk wurde zu Beginn des 18. Jh. ein Balkon angebracht, ein Werk des Architekten Francisco de la Riva, der sich in den Gesamtrahmen einpasst. An der südlichen Mauer des Kreuzgangs befindet sich die Ende des 18. Jh. geöffnete "Limosentür".

Der fünfeckige Chor (1382-1412) verfügt über ein Triforium und darüber fünf große durch Maßwerk durchbrochene Spitzbogenfenster. Die Chordecke ist ein Rippengewölbe, das sich nach außen durch fünf große mit Fialen bekrönten Strebepfeiler abzeichnet. Der Bau des Querschiffes wurde 1444 begonnen, an dessen Nordseite sich das flämische Portal von Alfons II. mit von spätgotischem Maßwerk durchbrochenen Tympanon öffnet. Die Archivolten verlaufen durchgehend bis zum Sockel und zwischen ihnen sitzen durch Baldachine geschützte Apostel, Könige und Propheten. An den Türpfosten erscheinen die Figuren der Heiligen Jakob, Petrus, Paulus und Andreas. Das Tympanon ziert die Figur des Erlösers und den mittleren Pfeiler die Stillende Gottesmutter. Neben diesem Portal befindet sich die sogenannte Kapelle der Hydria, in der nach der Überlieferung eine Hydria von der Hochzeit zu Kana behütet wird, eines der von den Pilgern aufgesuchten wundertätigen Relikte. Der südliche Arm des Querschiffs ist das Werk von Juan de Candamo, dessen Portal baulich ähnlich strukuriert ist wie das gegenüberliegende.

Die Säulenhalle wird durch drei unterschiedlich große Bögen gebildet, die sich auch in den Schiffen des Gotteshauses wiederfinden. Die Wand und die Archivolten sowie die Mittelsäule des Mittelbogens sind mit Nischen oder Sockeln zur Aufnahme von Skulpturen versehen, die aber nie angefertigt wurden. Die Decke ist ein Kreuzgewölbe mit zum Halbkreis tendierenden Spitzbögen, alles in rein spätgotischem Stil. Über der mittleren Tür sind die sechs im 17. Jh. angefertigten Figuren der Verklärung Christi angeordnet. Aus demselben Jahrhundert, obwohl später angefertigt, stammen die Türen, Werk des asturischen Bildschnitzers José Bernardo de la Meana. Die Türen verzieren die Reliefs des Erlösers und der Heiligen Eulalia. Der gotische Turm (1508 - Mitte 16. Jh.) gliedert sich in mehrere, sich verschlankende Bauelemente, deren Mauern durch mit spätgotischem Maßwerk verzierte Öffnungen entlastet wurden. Zusammen mit den durch Fialen bekrönten Strebepfeilern verleihen sie dem Turm seine charakteristische Schlankheit. Er wird von einer Spitze aus durchbrochenem Stein im typischen spätgotischen Stil bekrönt. Seine Gesamthöhe beträgt sechzig Meter.

Das Hochaltarretabel (1512-1531) befindet sich in der Apsis der Kathedrale und ist an den polygonalen Grundriss angepasst. Der Baustil schwankt zwischen Spätgotik und Renaissance. Dieses großartige mehrfarbige Werk aus Holz unterteilt sich in fünf Abteilungen, die durch Säulen und goldene, filigran gearbeitete Baldachine getrennt sind. Die Baldachine sind vierstöckig, nur der mittlere ist dreistöckig. In der mittleren Abteilung sind die Hauptszenen dargestellt: die Kreuzigung, Mariä Aufnahme in den Himmel und der Erlöser. An diesem Werk haben Bildhauer wie Giralte de Bruselas und Juan de Valmaseda und Maler wie Alonso Berruguete gearbeitet. Es gilt neben denen in Sevilla und Toledo als eines der besten spanischen gotischen Retabeln.

BAROCK

Der Bau an der Kathedrale wurde im Lauf der Jahrhunderte des Barocks fortgesetzt. Mit der ersten Erweiterung wurde die Form des Chorraums durch die Hinzufügung des Chorumgangs verändert. Er wurde Mitte des 17. Jh. unter Leitung des Architekten Juan de Naveda errichtet. Er ist siebeneckig und zwischen den ursprünglichen Strebepfeilern wurden kleine Kapellen mit ebenen Stirnflächen angeordnet, die eine Gruppe barocker Altaraufsätze mit starkem italienischen Einfluss aufnehmen. Die Retabeln mit Paulus und der Kreuzabnahme Christi enthalten zahlreiche Rokokoelemente. Die weiteren Retabeln stellen Petrus, Andreas und Bartholomäus dar. Über den Widerlagern, die die Altare trennen, befinden sich die Bildnisse von Magdalena, hl. Antonius, hl. Blasius, hl. Lucrecia, hl. Eulalia, hl. Leokadia, hl. Emeterius und hl. Hieronymus. Die Heiligenfiguren des Chorumgangs werden gemeinhin de la Meana zugeordnet, bis auf die Skulptur der hl. Eulalia, die Werk des Salmantiners Carnicero ist.

Die Neue Sakristei wurde 1733 angebaut und war das Werk von Francisco de la Riba Ladrón de Guevara, der auch die Aufstockung des Obergeschosses des Kreuzgangs und die Errichtung der auf den Platz Corrada del Obispo gehenden Kreuzgangfassade leitete.

KAPELLEN

  • Kapelle der hl. Barbara.
    Sie wurde 1658 auf Anordnung des Bischofs Bernardo Caballero de Paredes mit dem doppelten Zweck errichtet, die Reliquien der Heiligen Kammer aufzunehmen und als seine eigene Gruft zu dienen. Der Wille des Bischofs wurde in keinem der beiden Fälle erfüllt. Der Bau wurde mit zwei unterschiedlichen Räumen konzipiert. Der erste hatte ein achtteiliges, mit einer lichtdurchlässigen Dachhaube bekröntes Kuppeldach und der zweite ein Tonnengewölbe, dessen reichhaltige Verzierung, sehr im Barockstil, in dem die Kapelle gebaut wurde, mit dem Altaraufsatz in Verbindung steht. Der obere Teil wird von einer Loge umfasst, als ob es sich um ein Theater handelte.
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  • Kapelle Velarde.
    Diese Kapelle wurde vom Abt von Tuñón Andrés Vázquez de Prada gegründet und dem Geschlecht der Velarde, Grafen von Nava, übertragen. Sie bewahrt die Grabinschriften von Joaquín M. F. Velarde, Ramona Velarde und ihrer Tochter aus der Mitte des 19. Jh. Das spätbarocke Retabel zeigt eine einzige wunderschöne Figur des gekreuzigten Christus. Die Stilisierung und Längung der Gliedmaße sowie die akribische Ausführung der Anatomie sind Charakteristika des Manierismus. Es handelt sich um eines der besten Werke von Alonso de Berruguete, der es nach seiner Rückkehr aus Italien zwischen 1540 und 1550 anfertigte.
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  • Kapelle von Covadonga.
    Sie wurde dem hl. Ildefons gewidmet und war ursprünglich für die Aufnahme der sterblichen Reste des Bischofs Gutierre de Toledo vorgesehen. Sie musste für den Bau des Chorumgangs abgerissen werden. Heute wird in ihr die Jungfrau von Covadonga verehrt.
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  • Kapelle Alfons II des Keuschen.
    Der Zugang erfolgt über ein prächtiges gotisches Portal aus dem 14. Jh. Die Kapelle gliedert sich in drei Schiffe, die beiden Seitenschiffe sind sehr schmal. Das Querschiff verfügt über ein großes achteckiges Kuppelgewölbe, das auf Hängezwickeln aufliegt, die mit den Bildnissen asturischer Könige verziert sind. In dieser Kapelle vermischen sich gotische, klassische und barocke Elemente. Am Altaraufsatz des Presbyteriums sticht die Figur von Mariä Himmelfahrt hervor, die sich im oberen Teil befindet. Am Ende der Kapelle liegt die königliche Gruft. Dieser barocke Raum wurde als königliche Gruft der asturischen Monarchie vorgesehen und ersetzte einen anderen, von Alfons II zu diesem Zweck errichteten Saal. Bemerkenswert ist der Sarkophag von Itacius mit spätrömischen und orientalisierenden Elementen.
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  • Kapelle der Vigil.
    Ihr Bau wurde im 17. Jh. vom asturischen Bischof von Segovia, Juan Vigil de Quiñónez, angeordnet. In sehr gelungener Harmonie vermischen sich klassische und barocke Elemente. An den Wänden werden Portale und Fenster angedeutet, in einem ist der Gründer der Kapelle begraben, der in Betstellung gemeißelt zu sein scheint. Es ist das Werk von Carreño und Fernández de la Vega.
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  • Kapelle der hl. Eulalia.
    Ihr Grundriss entspricht einem griechischen Kreuz mit einer großen Kuppel, die wie der Rest der Kapelle mit dekorativen barocken Elementen überfüllt ist. Auf den Hängezwickeln, die die Kuppel tragen, wird das Martyrium der Heiligen geschildert. In der Mitte des Raumes befindet sich ein Thronhimmel, unter dem die Urne mit den Reliquien der hl. Eulalia, der Schutzheiligen von Oviedo, verwahrt wird.
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Catedral de San Salvador (Kathedrale)
GPS:43.362439,-5.843627
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