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Naturpark Ponga
Ponga (Osten Asturiens)
Fläche
255 km2
Max. Höhe
2.142 m Peña Ten
Kontakt Anschrift

Empfangs- und Interpretationszentrum
Parque Natural de Ponga

33557 San Juan de Beleño

Telefon 985 843 113
Web www.ponga.es/parque-natural

  • Der Naturpark Ponga liegt im östlichen Abschnitt des Kantabrischen Gebirges, einschließlich des gesamten Gemeindegebiets von Ponga. Die Hauptverkehrswege sind die N-625 (Cangas de Onís-Riaño), die dem Lauf des Sella folgt und die AS-261 (Puente de los Grazos-Beleño). Kleinere Landstraßen und Pisten verbinden die Ortschaften im Park und die höheren Lagen des Ponga-Beckens (Fluss Ventaniella) und des Peloño-Walds.

  • Flora

    Der Naturpark Ponga zeichnet sich durch seinen ausgezeichneten Zustand aus. Das wird belegt durch den hohen Baumbestand, der 37 % seiner Fläche bedeckt und sich aus Eichen, Birken, Eschen, Ahornen, Erlen und insbesondere Buchen zusammensetzt.

    Die Bedeutung der Wälder in diesem Landstrich wird auch dadurch unterstrichen, dass sich im Naturpark auch das Partielle Naturreservat Peloño - ein großer langestreckter Buchenwald - befindet.

    Die Baumbestände wechseln sich ab mit Wiesen, Weiden und von Ginster-, Stechginster- und Heidekrautsträuchern überwachsenen ehemaligen Weideflächen, die der Landschaft von Ponga eine einzigartige Schönheit verleihen. Ins Auge fallen auch die Kastanienpflanzungen im Zentrum des Parks um die Ortschaften Beleño, Abiegos und Taranes herum.

    Abschließend sind die zahlreichen azonalen Pflanzengesellschaften wie die Felsenpflanzen, die an den steilen Hängen des Tiatordos einen optimalen Lebensraum gefunden haben oder die Gebirgspflanzen in den höchsten Lagen im Nordwesten des Parks zu erwähnen.

    Verschiedene Arten des Parks wurden in den Katalog für bedrohte Pflanzenarten des Fürstentums Asturiens aufgenommen. In den Wäldern wachsen Eiben und Stechpalmen, die sich auch in kleineren Gruppen zusammenscharen. Des Weiteren wachsen hier auch die asturische Narzisse und Enzian, die beide in der Region sehr verbreitet sind.

    Fauna

    Im Naturpark Ponga sind alle Elemente der reichen Tierwelt im mittelöstlichen Gebirge der Region vertreten. Die gut erhaltenen Lebensräume ermöglichen das Auftreten der signifikantesten Arten des Kantabrischen Gebirges.

    Neben den typischen, im östlichen Gebirge Asturiens vorkommenden Säugetieren, ist das vereinzelte Auftreten des vom Aussterben bedrohten Braunbären zu beobachten. Fischotter und Bisamspitzmaus leben in den meisten Bächen und Flüssen dieses Landstrichs und sind ein Indikator für den gut erhaltenen Zustand dieser Ökosysteme, da beide Arten reine und unverschmutzte Lebensräume benötigen.

    Auf den Wiesen und den mit Ginster bewachsenen Hängen ist das Auftreten des Castroviejo-Hasen zahlreich und auch der Feldhase findet in Ponga einen seiner letzten Zufluchtsorte.

    Im Wildbestand sind Hirsch, Reh, kantabrische Gämse und Wildschwein erwähnenswert.

    Der Naturpark Ponga beherbergt eine zahlreiche und vielfältige Vogelwelt. Zu den herausragenden Arten zählen Auerhahn und Mittelspecht, die im Regionalen Artenschutzkatalog als bedrohte Arten eingestuft werden und die empfindlich auf Veränderungen ihres Lebensraums reagieren sowie der Schwarzspecht. Auch zahlreiche Greifvogelarten wie Steinadler, Gänse- und Schmutzgeier und Habicht leben in diesem Gebiet. In den höheren Lagen kann man Arten beobachten, die im Gebirgshabitat heimisch sind wie Schneesperling und Rebhuhn.

Gebiet mit vielfältigen Reliefformen in sehr gut erhaltener Umwelt.

Im Süden wird der Naturpark durch den mächtigen Gebirgszug des Kantabrischen Gebirges begrenzt, der die Flussbecken von Sella und Duero trennt, und aus dem sich u.a. Gipfel wie El Abedular (1.813 m), Les Pandes (1.879 m) und Peña Ten (2.142 m) erheben. Im Westen wird die Grenze durch die Bergkette "Cordal de Ponga" mit Bergkuppen wie Maciéndome (1.899 m), Tiatordos (1.951 m) und Campigüeños (1.838 m) gebildet.

Die wichtigsten Flüsse der Gemeinde Ponga sind der Sella, der den östlichen Teil des Gebiets durchquert und seinen Lauf in Amieva fortsetzt und der Ponga, der sie von Süden nach Norden durchzieht. Zu den nennenswerten lokalen Nebenflüssen des Sella zählen der Bach Roabín und die Flüsse Mojizo, Porciles und Santa Bustia. Zuflüsse des Ponga kommen aus Taranes und dem Tal "Valle Moro". Die meisten dieser Flusstäler sind eng und haben sehr steile Hänge, beeindruckende Beispiele sind die Schluchten "Desfiladero del Ponga" und "Desfiladero de los Beyos".

Der Naturpark Ponga bewahrt eine große, für die Berge im mittelöstlichen Teil Asturiens repräsentative biologische Vielfalt und auch die natürlichen Ressourcen (Mineralien, Tier- und Pflanzenarten) haben sich hier erhalten.

In geologischer Hinsicht liegt der Naturpark Ponga in der sogenannten "Ponga-Einheit" mit dem herausragenden Merkmal einer Reihe von Überschiebungen, die aufgrund von Querfalten sehr gewunden sind. Es existieren auch bedeutende Brüche, die beide Strukturen durchtrennen, einige mit einer erheblichen seitlichen Ausdehnung wie es bei der Verwerfung von Ventaniella der Fall ist, die durch die Alpidische Orogenese unter Anhebung des nordöstlichen Blocks vertikal verschoben wurde und so den Gebirgszug "Cordal de Ponga" entstehen ließ.

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Naturpark Ponga
GPS:+43.1938484,-5.1640605
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