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Der Geist Amerikas in Ribadesella, Llanes und Colombres
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Der Geist Amerikas in Ribadesella, Llanes und Colombres (Osten Asturiens)
222 kms
Pkw 5 Tage
Im Osten Asturiens ist der Einfluss der Architektur der Indianos, der reichgewordenen Amerikarückkehrer, erheblich, doch am deutlichsten zeigt er sich in Städtchen wie Ribadesella, Llanes und Colombres.
Zusammenfassung Der Geist Amerikas in Ribadesella, Llanes und Colombres

Die drei Küstengemeinden im Osten Asturiens haben ihr Verwaltungszentrum in drei einzigartigen Fischerstädtchen, die durch das Geld und die Architektur der Auswanderer geprägt wurden, die, in Amerika zu Erfolg gekommen, nach Hause zurückkehrten. Diese Indianos, die oftmals nur als Sommerurlauber heimkehrten, sind heutzutage noch in den wichtigsten Gebäuden von Ribadesella, Llanes und Colombres sowie einer Vielzahl kleiner Ortschaften gegenwärtig.

15,1 kms
Tag 1 Ribadesella - Cuevas del Agua - Ribadesella

1. Tag: Ribadesella entfaltet sich an der Flussmündung des Sella. Ein langer Spaziergang am Strand und Hafen entlang, zur Einsiedelei "Ermita de la Guía" und durch die Altstadt offenbart dem Reisenden den herrschaftlichen Charakter des Städtchens. Auf diesem ersten Ausflug finden sich die Prachtvillen der Indianos an der Playa de Santa María oder das "Museo del Territorio de Ribadesella" (Gemeindemuseum), das in einem ehemaligen Indiano-Schulgebäude aus dem Jahr 1900 eingerichtet wurde. Auf der Hafenpromenade sind sechs Keramiktafeln mit Cartoons des Zeichners Antonio Mingote aufgestellt, die die Stadtgeschichte erzählen. Es lohnt sich, durch die Travesía Oscura in die Altstadt zu gehen und Gebäude wie "La Casa de la Cueva" oder den "Palacio de la Familia de Cutre" zu sehen. Auf der anderen Seite der Ría befindet sich die Höhle Tito Bustillo, UNESCO-Welterbe. Besuche sind stark eingeschränkt und müssen terminlich vereinbart werden. Im Zentrum für Felsmalereien besteht jedoch die Möglichkeit, dieses urzeitliche Kulturerbe kennenzulernen. In 4 Kilometern Entfernung kann man eine weitere Höhle entdecken, die Cuevona de Cuevas, die man durchfahren muss, um zum Dorf Cuevas del Agua zu gelangen.

16,5 kms
Tag 2 Ribadesella - Playa de Vega - Ribadesella

2. Tag: Außerhalb des Stadtgebiets von Ribadesella bieten sich zahlreiche Freizeitmöglichkeiten wie Reiten, Mountain-Biking, Wellenreiten oder eine Kanuabfahrt im Sella. Man kann auch Wandern, z.B. auf der 7 km langen Ruta de Cuerres, die zur Mündung des Guadamía führt und sich auch mit dem Jakobsweg verbindet. Man kann auch die Wassermühlen-Route "Ruta de Los Molinos" einschlagen, einen fast 9 km langen Rundweg mit einem optionalen Anstieg zum Pico Moru. Es lohnt sich, mit dem Auto einen Abstecher zum Strand "Playa de Vega" zu machen, den man auf der N-632 bis zur Abbiegung zum Strand zwei Kilometer hinter San Esteban de Leces erreicht. Dieser ausgedehnte Sandstrand und die Umgebung von Entrepeñes wurden als Naturdenkmal ausgewiesen.

72,3 kms
Tag 3 Ribadesella - Llanes

3. Tag: Die auf Ribadesella folgende Station ist Llanes. In dieser Gemeinde kann man mit dem Auto die sogenannte "Ruta Indiana" zurücklegen, die verschiedene, im Baustil der nach Amerika ausgewanderten Asturier errichtete Gebäude miteinander verbindet. Die meisten Gebäude befinden sich in privater Hand und können nur von außen betrachtet werden. Am Morgen führt der Ausflug auf der AS-263 zum Dorf Nueva, das als Ganzes einen interessanten architektonischen Komplex bildet, und anschließend nach Naves, um dort den Dorfplatz zu entdecken. In Balmori befinden sich die Villa der Witwe von Bartolomé González sowie der Brunnen und der Waschplatz. In Porrúa kann man das Ethnografische Museum, eine Schenkung der Indianos, besuchen. In La Pereda gilt der Besuch der Kapelle, der Kegelbahn und dem Kastanienhain. In Vidiago sind die alte Dorfschule und einige Villen mit Gauben im modernistischen Stil erhalten. In Pendueles stehen das Herrenhaus "Casona de Verines" sowie der Palacio de Santa Engracia, auch Palacio de los Mendoza Cortina genannt. In La Borbolla kann man sich den Dorfplatz und die Herrenhäuser ansehen. In Richtung Llanes fahren wir am Dorf La Arquera und seiner Schule, dem herausragenden Gebäude, vorbei. Wir biegen nach Poo ab, wo das Herrenhaus "Casona de la Jabariega" (modernistisch aus dem Jahr 1905), die Villa von Concha Garaña, die Kirche, die Kegelbahn und das Casino sehenswert sind. Den Tag lassen wir in Llanes ausklingen.

24,2 kms
Tag 4 Llanes - Playa de Toró

4. Tag: Der Vorschlag für den vierten Tag ist das Städtchen Llanes, das man zu Fuß erkunden und somit auf das Auto verzichten kann. Der Besucher kann durch den kunsthistorischen Komplex im Zentrum spazierengehen, der die mittelalterliche Stadtmauer und zahlreiche Beispiele für zivile und relgiöse Architektur umfasst. Außer der Altstadt gibt es Indiano-Architektur wie La Casa de los Leones, Villa Concepción, Palacio de la Marquesa de Argüelles, Villa Parres, La Casa de los Junco, das Casino, die Avenida de La Paz oder im Hafen die riesigen Gedächtniswürfel des baskischen Bildhauers Agustín Ibarrola zu besichtigen. Auf einem Wanderweg entlang der Küste kann man das Städtchen verlassen und einen etwa einstündigen Spaziergang zum Strand Toró einschlagen.

23,8 kms
Tag 5 Llanes - Colombres - Bustio

5. Tag: In der Gemeinde Ribadedeva sammeln sich die letzten Indiano-Villen im Osten Asturiens an. Der Hauptort Colombres ist seit August 2013 Bien de Interés Cultural, geschütztes Kulturgut. Die bekannteste Indiano-Villa ist wohl La Quinta Guadalupe, Sitz des Indiano-Archivs, aber man kann auch den Friedhof, den Dorfplatz und das Rathaus besuchen. Im Ort Villanueva finden sich weitere Beispiele für diesen Architekturstil. Man sollte die Gemeinde nicht verlassen, ohne vorher den Strand La Franca, die Höhle El Pindal - UNESCO-Welterbe - und das östlichste asturische Dorf Bustio und seinen Hafen gesehen zu haben.