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Apfelwein, das Getränk, über das schon Strabon berichtete
Km 0
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Apfelwein, das Getränk, über das schon Strabon berichtete (Osten Asturiens)
47 kms
Pkw 5 Tage
Im 1. Jh. n.Chr. erwähnte Strabon, der griechische Geograf, Reisende und Schriftsteller in einem Buch über die Iberische Halbinsel den Zythos, der wahrscheinlich der erste Vorfahr des heutigen Apfelweins, der Sidra, war.
Zusammenfassung Apfelwein, das Getränk, über das schon Strabon berichtete

Im 1. Jh. n. Chr. erwähnte Strabon, der griechische Geograf, Reisende und Schriftsteller in einem Buch über die Iberische Halbinsel den "Zythos", der wahrscheinlich der erste Vorfahr des heutigen Apfelweins, der Sidra, war. Gleichwohl sind die Historiker davon überzeugt, dass Strabon diesen Boden niemals betreten hat und seine Berichte Zusammentragungen aus anderen Quellen sind, dass er also niemals den "Zythos" hat probieren können. Derartiges darf dem Reisenden, der heutzutage durch die Sidra-Comarca fährt, natürlich nicht widerfahren.

5,24 kms
Tag 1 Nava - Nava

1. Tag: Ausgangspunkt der Reise ist Nava mit dem Sidra-Museum, das sich in der Ortsmitte befindet. Der Besucher kann hier den Herstellungsprozess des Apfelweins verfolgen, von der Apfelernte bis zum traditionellen geselligen Beisammensein, der "Espicha", bei der Lieder gesungen, gut gegessen und die beste Sidra getrunken wird. Im Ausstellungsbereich gibt es interaktive Einrichtungen. Nach dem Museumsbesuch führt ein Spaziergang zu Sidrerías (Apfelweinlokalen), ehemaligen Keltereien sowie zur Kirche San Bartolomé und zum Rathaus auf dem Hauptplatz. Nava wächst im Schatten des Gipfels Peña Mayor. Diesen Berg erreicht man auf einer Straße in Richtung Piloñeta. Das letzte Stück ist eine steilansteigende Schotterpiste, die auf Wiesen endet, von denen man einen fantastischen Ausblick auf das Zentrum Asturiens genießt.

51,5 kms
Tag 2 Nava - Martimporra - Sariego - Nava

2. Tag: Les Foces del Río Pendón, ein Schluchtweg, ist die für den zweiten Tag vorgesehene Wanderroute. Sie beginnt nahe Fuensanta in 4 Kilometer Entfernung von Nava auf der NA-1. In der Nähe des Startpunkts liegt der Palacio-Casa Fuerte de la Ferrería, ein Gebäude aus dem 14. Jh., das sich in Privatbesitz befindet und unter Denkmalsschutz gestellt wurde. Der Schluchtweg ist ca. 10 km lang, die in 3,5 Stunden bewältigt werden können. Zurück in Nava, kann man an einer Führung durch eine der Apfelweinkeltereien teilnehmen oder auf der AS-251 nach Martimporra, dem Hauptort der Gemeinde Bimenes, fahren, um dort den Palast des Markgrafen Casa Estrada zu besichtigen. Von hier geht es weiter nach Sariego, um dort die romanischen Kirchen Santa María de Narzana und Santiago El Mayor zu entdecken, wunderschöne Gebäude, die, vereinzelt stehend, aus der Landschaft hervorragen. Nach Sariego fährt man auf der AS- 357 durch den unendlichen ländlichen Raum. Die Rückfahrt kann über die A-8 oder die N-634 erfolgen.

28,8 kms
Tag 3 Nava - Villaviciosa

3. Tag: Von Nava nach Villaviciosa auf der AS-335 über die Gemeinde Cabranes, die ebenfalls ein Zentrum der Apfelweinkultur ist. In Cabranes finden wir das Museum für traditionelle asturische Töpferkunst in Piñera (mit vorheriger Terminvereinbarung). Dann ein Besuch des asturischen "Musterdorfs" 2008, Turazu, und ein Spaziergang zurück in die Vergangenheit im Dorfschulmuseum in Viñón. Auf einem Spaziergang durch Villaviciosa lernt der Reisende den Park "La Ballina", die Reste der mittelalterlichen Stadtmauer, das Geburtshaus von José Caveda y Nava, die Markthalle, das Herrenhaus der Familie Valdés oder das restaurierte Riera-Theater kennen. In dieser Gemeinde werden Führungen durch Apfelbaumplantagen und Apfelweinkeltereien angeboten, in denen man die Qualität des letzten Jahrgangs überprüfen kann.

49 kms
Tag 4 Villaviciosa - Argüero - Villaviciosa

4. Tag: Südlich von Villaviciosa liegen im Dorf Valdediós in ländlicher Umgebung ein Kloster und eine präromanische Kirche von unschätzbarem Wert. Das wäre ein guter erster Abstecher. Wieder zurück an der Küste ist der nächste Halt im Interpretationszentrum der Ría de Villaviciosa, in dem die biologische Vielfalt dieses Naturreservats erklärt wird. Es ist allerdings nur im Sommer täglich geöffnet. Auf der AS-256 in Richtung Gijón trifft man in Küstennähe auf das Dorf Argüero, in dem es ein Ökomuseum zum Asturcon-Pony, der typischen asturischen Pferderasse gibt. Es handelt sich um einen Ausstellungsbereich, der in ein Gehöft mit angeschlossenem Gestüt integriert ist. Auf der Rückfahrt nach Villaviciosa kann man entweder noch weitere Keltereien und traditionelle Sidrerías entdecken, einen Halt im Fischerdorf Tazones einlegen oder zum Sporthafen El Puntal fahren und ein Kanu mieten. Bei schönem Wetter sollte man die Gelegenheit nutzen, den Strand Rodiles kennenzulernen.

30 kms
Tag 5 Villaviciosa - Colunga

5. Tag: Die letzte Fahrt durch diesen Landstrich soll dazu dienen Colunga, die östlichste Gemeinde der Sidra-Comarca, näher kennenlernen. Dazu muss man ans Meer fahren und einen Halt in den Bergen einlegen. Das zwischen dem Hauptort Colunga und Lastres liegende Juramuseum ist ein moderner Ausstellungsbereich, der zurück in die Vorgeschichte führt. Das Gebäude in Form einer Dinosaurierspur liegt auf einer Anhöhe über dem Meer und verfügt auch über einen Kinderspielplatz. Nicht weit entfernt liegt der Strand La Griega, an dem eine Route beginnt, auf der man versteinerten Dinosaurierfußabdrücken nachspüren kann. Die Berge der Sierra del Sueve tauchen vor uns auf, im Ort Gobiendes kann man die präromanische Kirche Santiago de Gobiendes besichtigen. Hier befindet sich auch ein Interpretationszentrum, in dem Führungen zu Fuß durch dieses Naturschutzgebiet angeboten werden. Eine herausragende Route führt zum Picu Pienzu, dem höchsten Punkt der Sierra mit einer Höhe von 1.161 Metern.