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Dieser Wein ist ein eher unbekannter Kandidat auf der ausgiebigen Liste spanischer Weine; zum einen weil wenige Trauben in dieser Region verarbeitet werden, zum anderen weil hier wenige Bodegas aufzufinden sind. Doch man darf nicht vergessen, das in den Gemeinden im Südwesten Asturiens schon seit über 10 Jahrhunderten Wein angebaut wird.

Als Beweis für diese lange Tradition dient die Tatsache, dass sich die Geschichte fast aller heutigen asturischen Anbaugebiete bis ins Mittelalter zurückführen lässt

Rote Trauben
Weinberg

Johannes II. und Peter II, Äbte des Klosters von Corias, spielten hierbei eine relevante Rolle, da sie den Weinanbau auf dem Klostergelände einführten.

Ein Besuch in der Bodega

Der Weintourismus liegt zweifellos stark im Trend und Asturien hat sich diesem Phänomen gut angepasst. Doch hier erwarten Sie weder stattliche Bauten noch unendlich lange Reihen schlummernder Fässer. Die asturischen Weinkeller sind klein und arbeiten oftmals noch handwerklich und als Familienbetrieb. Die steile Landschaft und die ausgefallenen Weine ziehen jeden Besucher in ihren Bann. In den asturischen Bodegas können Sie durch die Weinberge spazieren, dem Herstellungsprozess zusehen, die einheimischen Reben beäugen, die Weinfässer bewundern und sogar die verschiedenen Weinsorten kosten.

Innenansicht einer weinkeller
Der Wein aus Cangas hat im Laufe der Geschichte zahlreiche Preise erhalten und erlebt heute seine Blütezeit. Denn nun werden seine Reben – im Vergleich zu vorigen Jahrzehnten, als der Wein nur für den lokalen und häuslichen Bedarf hergestellt wurde – fachmännisch angebaut und gepflegt. Auch wenn heute der Anbau eine viel kleinere Oberfläche einnimmt (einst 6.000 Hektar), steht diesem Wein eine viel versprechende Zukunft bevor.
Ein Glas Wein
Warum? Aus zahlreichen Gründen ... Erstens, weil in Asturien autochthone Trauben wachsen, wie z. B. die weiße Albarín (nicht zu verwechseln mit Albariño, die sehr unterschiedliche Merkmale aufweist) und die roten Carrasquín, Albarín negro und Verdejo negro. Zweitens aufgrund des Klimawandels, sodass in diesen bereits sonnigen Gemeinden der Wein auf natürliche Weise heranreift.
Weinberg

Die Landschaft ist abrupt und bergig; die Steigung der Berghänge liegt oftmals über 30 %. Deswegen ist der Weinanbau hier ein mutiges, gar ein heroisches Unterfangen.

Asturien verfügt über insgesamt neun Bodegas in den Gemeinden Cangas del Narcea, Degaña, Ibias und Siero. In fünf dieser Bodegas wird Wein mit Herkunftsbezeichnung hergestellt, drei liegen in der gleichen Gegend doch bahnen sich ihren eigenen Weg und eine hat sich auf den Wein aus Prieto Picudo- Trauben spezialisiert. Neue Projekte scheinen auf dem Plan zu stehen, was bestätigt, dass sich der Weinanbau in Asturien lohnt und in den nächsten Jahren für interessante Erzeugnisse sorgen wird.
Weinberg

Herkunftsbezeichnung Cangas, ein großer Erfolg

Asturien hat es trotz aller Erwartungen geschafft: Die Geschichte seines Weinbaus wurde anerkannt, und die Weine aus Cangas dürfen nun ihr eigenes Etikett tragen und stolz auf dem landesweiten Markt gegen die Konkurrenten antreten. Der Wein aus Cangas hat in den letzten 20 Jahren eine große Veränderung durchlebt. Jedes Jahr gewinnt er an Qualität, die Reben werden besser gepflegt und es werden Weine hergestellt, die ausgeglichener sind und gut mit der asturischen Gastronomie harmonieren. Über 50 Weinbauern und fünf Bodegas widmen sich heute dem Anbau und der Herstellung dieser Qualitätsmarke, die 2014 von der europäischen Gemeinschaft anerkannt wurde und jährlich ca. 100.000 l auf den Markt bringt.

Wein aus Cangas, Geschützte Herkunftsbezeichnung

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