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Comarca de la Sidra
Comarca de la Sidra
Gemeinden, die die Comarca umfasst
Lokalisierung
Comarca de la Sidra
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Eventos
AGENDA DE EVENTOS
Lastres
Panorámica
Ría de Villaviciosa
Vídeo de la Comarca de la Sidra
    • La Casa de Les radios (Radiomuseum) und Wassermühlenroute in Bimenes.
    • Dorfschulmuseum und Dorf Torazu in Cabranes.
    • Fischerhafen in Lastres und Jura-Museum in Colunga.
    • Sidra-Museum und Sierra de Peñamayor in Nava.
    • Wanderroute nahe am Himmel und romanische St.-Marien-Kirche in Narzana in der Gemeinde Sariego.
    • Fischerhafen in Tazones und präromanischer und romanischer Baudenkmalkomplex San Salvador de Valdediós in Villaviciosa.
  • http://www.escapadasenasturias.com/es

Ein Landstrich der Apfelbaumpflanzungen und blühenden Apfelbäume, Heimat von hunderten von Apfelweinkeltereien, Dinosaurierküste, Bergarbeiterdörfer und Fischerstädtchen, eine der Rías mit der größten Artenvielfalt in Asturien, majestätische Gebirgsketten wie die Sierra de Peñamayor oder die Sierra del Sueve, Jakobswege, "Musterdörfer" und der beste karamellisierte Milchreis... Das ist die Sidra-Comarca.

Sidra, auf griechisch "Sikera". So nannte der Geograf Strabon den asturischen Apfelwein, dessen Vorzüglichkeiten er auf einer seiner Reisen kennenlernte und den er als Getränk für Helden beschrieb. Seit jenem Jahr 60 v. Chr. sind über zweitausend Jahre vergangen und in der Welt haben sich große Veränderungen ereignet, aber eine Gewissheit hat Bestand: die asturische Sidra ist ein Getränk für "Unerschrockene", das allen schmeckt... und in Asturien Namensgeber für eine Comarca ist, in deren Kultur dieses Getränk seit hunderten von Jahren im Mittelpunkt steht.

Wenn ein Begriff das Wesen dieser Comarca trifft, dann ist es "Natur", denn in diesem mittelöstlichen Teil Asturiens überwiegen ländliche Traditionen und von menschlicher Hand angelegte Kulturlandschaften mit Wäldern, Bergen, Flüssen und Apfelbaumpflanzungen... und eines der großen Naturschauspiele dieses Landstrichs ist die Apfelbaumblüte im Frühling.

In der Sidra-Comarca ist es möglich, den gesamten natürlichen und gesellschaftlichen Kreislauf dieses Getränks zu verfolgen, vom wachsenden Apfel bis zum Enderzeugnis Sidra nach den Verarbeitungsprozessen im "Llagar" (Kelterei). Auch die einmaligen Rituale, die diese Kultur mit sich bringt, sind bemerkenswert, vom "Escanciado" - dem Einschenken mit gestrecktem Arm aus luftiger Höhe, bis der Sidrastrahl auf die Glaskante trifft - bis zum asturischen "Chigre" (Apfelweinschenke), der Musik und den Volksliedern, die dort angestimmt werden oder der typischen gesellig-gastronomischen, um die Sidra vereinten Runde, die in Asturien "Espicha" genannt wird. All diese Dinge können auch im Sidra-Museum in Nava betrachtet werden, aber selbstverständlich auch "vor Ort" in einer Sidrería, in einem "Llagar" oder Restaurant in der Comarca oder auf einem der Volksfeste, die im Laufe des Jahres stattfinden und unter denen insbesondere das Sidra-Festival in Nava und das Apfelfest in Villaviciosa hervorzuheben sind. Beide Veranstaltungen sind touristisch interessant und es werden u.a. Wettbewerbe im Sidra-Einschenken durchgeführt (ein weiteres, weltweit einmaliges gesellschaftliches Ereignis, das in Asturien stattfindet).

Das Traumland von Strabon ist eine einzige große Vorratskammer: gutes Gemüse, verschiedene Käsesorten, hausgemachte Sidra, ausgezeichnete Weißbohnen, guter Fisch und Meeresfrüchte - denn hier gibt es auch Küste -, somit Zutaten zu einer exzellenten Gastronomie, die in Rezepten, Gerichten und auf gastronomischen Festen zum Ausdruck kommt, wie z.B. in Cabranes beim Festival del arroz con leche - um nur eines unter vielen zu nennen -, bei dem derkaramellisierte Milchreis im Mittelpunkt steht.

An der Küste liegen charakteristische und telegene Dörfer wie Lastres, eine sehr beliebte Kulisse für Film- und Fotoaufnahmen. In den Restaurants werden Gerichte und Rezepte mit Zutaten frisch aus dem Kantabrischen Meer zubereitet. Dasselbe gilt für Tazones, ein kleines romantisches Fischerdorf, in dem man hervorragend Fisch und Mereresfrüchte essen kann. Geschichtlich ist es bekannt, weil hier Karl V. oder Karl I. von Spanien von Bord ging, als er zum ersten Mal spanischen Boden betrat. Von Tazones ging die Fahrt weiter die größte Flussmündung Asturiens hinauf bis nach Villaviciosa, um dort zu übernachten. Die Ría Villaviciosa ist ein Paradies für viele Zugvogelarten und insofern auch für Liebhaber der Ornithologie.

Folgt man der Küstenlinie vorbei an landschaftlich, geologisch und sportlich interessanten Stränden und Steilküsten, gelangt man nach Colunga mit dem Juramuseum und an den Strand Playa de La Griega, in dessen Felsen Dinosaurierspuren zu erkennen sind.

Im Herzen der Comarca liegen so charismatische Gemeinden wie Bimenes, Heimat von Bergarbeitern und Bauern, mit der Wassermühlen-Route Ruta de los molinos, dem Radiomuseum Casa de Les radios und engagierten Verteidigern der asturischen Sprache; Nava mit den "Llagares", Palästen und der Sierra de Peñamayor, in der sich im Herbst das Schauspiel der Hirschbrunft abspielt und Sariego, ein gastfreundliches Gebiet, durch das tausende von Pilgern auf ihrem Weg nach Santiago gezogen sind und dabei geschichtsträchtige Landschaften und Orte wie die romanische St.-Marien-Kirche in Narzana bewunderten.

Die Rundreise durch die Sidra-Comarca darf nicht beendet werden, ohne die unverwischbaren Zeichen einer jahrhundertealten Geschichte besonders erwähnt zu haben, die sich in präromanischen und romanischen, verstreut in Ortschaften und Dörfern liegenden Gotteshäusern widerspiegelt, unter denen die Kirche Conventín de Valdediós hervorzuheben ist, ein vortrefflicher Vertreter dieser einzigartigen Kunst in Asturien.

Nicht einmal Strabon selbst ahnte, dass seine "Sikera" soviel hergeben würde!

Die Sidra-Comarca setzt sich aus sechs Gemeinden zusammen: Bimenes, Cabranes, Colunga, Nava, Sariego und Villaviciosa... dort wo Asturien den Geruch nach Äpfeln ausströmt.

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