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Santa María la Real de Obona
Tineo (Westen Asturiens)
Kontakt Anschrift
33874 Obona
Epoche

Romanik

Bemerkungen

Schlüssel im Nachbarhaus der Kirche verfügbar.

  • Eintritt frei
    Kostenlos
Die Mönche setzten innovative Techniken in Landwirtschaft und Viehzucht ein.

Die Ursprünge des Klosters in Obona sind unklar, da Zweifel an der Echtheit der Gründungsurkunde bestehen, die die Errichtung auf Adelgaster, Sohn von König Silos, im Jahr 871 zurückführt. Andere Schriftstücke bestätigen seine Existenz im 10. Jh., und im 12. Jh. hatte es sich zu einem bedeutenden Benediktinermönchskloster entwickelt. Nach dem Besuch des Klosters wurde es von Alfons IX. zum obligatorischen Durchgangsort für die Pilger auf ihrem Weg nach Santiago erklärt, wodurch sich seine wirtschaftliche und kulturelle Kontrolle über die Gegend noch erhöhte. In der klösterlichen Blütezeit setzten die Mönche innovative Techniken in Landwirtschaft und Viehzucht ein und erteilten Unterricht in Philosophie und Religion.

Im 12. Jh. war das Kloster in Obona ein bedeutendes Benediktinerzentrum, das sich aus Kirche, Kreuzgang, Nebengebäuden und Pilgerherberge zusammensetzte. Die Kirche ist das älteste Gebäude. Heute ist das Kloster verlassen und teilweise verfallen.

Die Kirche wurde im 12. Jh. errrichtet und hat sich fast unverändert erhalten. Sie verbindet den Baustil der Benediktiner mit der Ästhetik der Zisterzienser, die auf architektonischer Schmucklosigkeit und Schlichtheit aufbaut. Der Basilikagrundriss unterteilt sich in drei Schiffe mit fünf Jochen und drei halbrunden Apsiden, mit einem davorliegenden geraden Abschnitt. Die mittlere Apsis ist bedeutend größer und höher als die seitlichen.

Das Schiff wird von einer Holzdecke bedeckt, während die Apsiden über Tonnen- und Viertelkugelgewölbe verfügen. Das Portal tritt leicht aus dem Gebäude hervor und ist durch einen Dachvorsprung geschützt. Es besteht aus vier Rundbögen, die auf acht Säulen mit kurzem Schaft und Kapitellen aufliegen. An der Fassade ragt eine Glockenmauer mit zwei Glocken empor. Das Seitenportal ist schlicht und schmucklos gehalten. Nach außen ist das Kopfende der Kirche polygonal, während es im Inneren halbrund ist.

Im 17. Jh. wurde mit den Umbauarbeiten am Kloster begonnen. Der Kreuzgang wurde nicht fertig gestellt. Er unterteilt sich in zwei unterschiedlich konzipierte Geschosse: das untere besteht aus von gekehlten Profilen umfassten Rundbögen, das obere aus quadratischen Fensteröffnungen, die von langen, im Erdgeschoss ansetzenden Wandpfeilern getrennt werden. Im ursprünglichen Kreuzgang waren die Gründer des Klosters begraben, doch im 16. Jh. wurden ihre Überreste im Kircheninneren bestattet.

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Santa María la Real de Obona
GPS:43.339947,-6.479703
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