Tauchen Sie in die
Küste und deren Fischerdörfer ein


401 km. So lang ist die Küste des Fürstentums und dessen Grenze zum Kantabrischen Meer. Die bestbewahrte Küste Spaniens ist das Heim von Fischern und Reedern, deren Leben von der See geprägt ist und die ihre Dörfer senkrecht und weit über dem Hafen errichtet haben, um sie vor der gewaltigen Flut zu schützen.

Sie sind die Nachkommen der Walfänger, die im Mittelalter diese kolossalen Meerestiere mit rudimentären Waffen jagten. Die Steilküste ist übersät von Leuchttürmen, die jahrhundertelang den Schiffen den Weg gewiesen haben; die Flussmündungen, in denen ehemals Meeresfrüchte gesammelt wurden, gelten heute als Naturschutzgebiete. Die Küstenkultur ist stark im traditionellen Handwerk, in den Bräuchen der Seefahrt, in der einzigartigen Folklore und der Gastronomie, die sich von der Speisekammer der Natur bedient, verankert. Jeder einzelne Ort zeichnet sich durch sein eigenes Charisma aus.
Fischerdorf Llastres/Lastres

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  • Blaslöcher in Pría.
  • Cudillero.
  • Playa de Gulpiyuri.
  • Cabo Peñas.
  • Die Dinosaurierküste und das Jura-Museum Asturiens.
  • Ressourcenschutzgebiet Barayo.

An der Küste Asturiens liegen insgesamt 18 pittoreske Dörfer, die von der althergebrachten Kultur, ihren Häfen, Fischmärkten, Steinstraßen und von der Fischerei geprägt sind.

Die atemberaubenden Häuser in Cudillero und Llastres/Lastres wurden auf außergewöhnlichen Terrassen errichtet, die den Berghang herausfordern. Der Hafen von Llanes wird von riesigen bunten Betonblöcken, den sogenannten Gedächtnisblöcken, geschützt. Es handelt sich um eins der bekanntesten Werke des baskischen Bildhauers Agustín Ibarrola.

Die kleine Ortschaft El Puerto/Viavélez lehnt sich über das Kantabrische Meer, As Figueras/Figueras über den Eo-Fluss. Viele Ortschaften, wie Bustio oder Castropol, fungieren als Grenzdörfer, andere wiederum haben eine vorteilhafte Lage an der Mündung wasserreicher Flüsse, wie San Esteban oder San Juan de la Arena zu beiden Ufern des Nalón. L.Luarca/Luarca ist ein weißer Ort mit modernistischer und Indiano-Architektur.

Fischerdorf L.Luarca/Luarca
Die Indiano-Architektur ist auch in Ortigueira/Ortiguera zu bewundern, einer Ortschaft, die nur 20 m über dem Meeresspiegel liegt (Indiano bezeichnet einen Auswanderer, der reich aus Lateinamerika zurückgekehrt ist, Anm. d. Ü.). In Tazones landete Carlos V. auf seiner Reise von Flandern nach Spanien. Tapia de Casariego wird vom einzigen Leuchtturm Asturiens, der auf einer Insel errichtet wurde, überwacht. Candás und Lluanco/Luanco waren bereits im Mittelalter bekannte Landeplätze. Hier finden gastronomische Veranstaltungen statt, bei denen sich alles um die Grundzutaten der Region, wie die Sardinen oder der Bonito, dreht. Eine der ältesten Ortschaften im Westen Asturiens ist Puerto da Vega, wo sich Fischer- und Herrenhäuser friedlich aneinanderschmiegen. Paläste, Herrenhäuser und Stadtmauern prägen das Stadtbild von Navia, eins der flachsten und größten Fischerdörfer neben Ribeseya/Ribadesella, das im 19. Jh. als wichtigster Handelshafen galt.
Playa de Ribadesella

Wilde Strände

An der Küste erwarten den Reisenden naturbelassene Strände mit weißem oder goldenem Sand. Hinzu kommen die beiden einmaligen Inlandstrände Gulpiyuri und El Cobijeru. Das Meerwasser dringt durch die porösen Klippen und bildet bei der Flut natürliche, salzige Wasserbecken. In diesem porösen Gestein entstehen im Osten Asturiens zudem die Bufones, die Blaslöcher, die das Tosen des Meeres wiedergeben und an stürmischen Tagen sogar Schaum speien. Die Strände Playa del Silencio, Playa de Vega, El Espartal, Peñarronda, Frexulfe, Barayo, Rodiles und Bayas wurden mit mehreren Prädikaten unter Naturschutz gestellt.
Playa del Silencio, Cudillero

Über den Küstenweg lassen sich die verschiedenen Landschaften dieser 401 km langen Küste ausgezeichnet bewundern.

Das Erbe der Walfänger

Aus einem Dokument aus dem Jahr 1232 ist zu ersehen, wie die abgehärteten asturischen Fischer in See stachen, um Wale zu fangen. Der Walfang erreichte im 15. und 16. Jh. seinen Höhepunkt und wurde im 18. Jh. ganz eingestellt. Die Spuren dieser Aktivität sind noch in Llanes, Ribeseya/Ribadesella, Llastres/Lastres, Gijón/Xixón, Candás, Lluanco/Luanco, Cudillero, Puerto de Vega, Ortigueira/Ortiguera, El Puerto/Viavélez, Tapia de Casariego und As Figueras/Figueras, auf dem Aussichtspunkt von Riba in Puerto de Bega; in Los Balleneros, dem Walfängerviertel von Llastres/Lastres; im mittelalterlichen Hafen von Cadavéu/Cadavedo oder im Freizeitgelände La Mofosa in Lluanco/Luanco zu erkennen. Wenn man das Meer an der Küste Zentralasturiens gut beobachtet, kann man vielleicht den Blas eines Wals erspähen, der das Kantabrische Meer durchquert.

Die Strände sind vor allem im Sommer angesagt, doch ein Strandspaziergang bietet sich auch mitten im Winter an. Stadtmenschen kommen mit Gijón/Xixón, Ribeseya/Ribadesella oder Salinas auf ihre Kosten. Naturliebhaber dagegen können versteckte und wilde Winkel, kleine Buchten oder weitläufige Strände erforschen. Zwei Naturschutzgebiete laufen in zwei wunderschöne Sandstrände aus: Villaviciosa (mit Playa de Rodiles) und Barayo (zwischen Navia und Valdés), ein Ökosystem mit Dünen, Klippen und einmaligen Pflanzenarten.
Küstenweg ist in verschieden lange und schwere Strecken eingeteilt, die jede ihren eigenen Charme besitzt. Die Aussichtspunkte von Muros de Nalón bieten eine ganz neue Perspektive, genauso wie der Abschnitt zwischen Frexulfe/Frejulfe und Puerto de Vega, der von der Steilküste hinunter zum Meeresspiegel führt.

Playa de Cue, Llanes

Von Leuchtturm zu Leuchtturm

Auf der Route zu den verschiedenen Leuchttürmen in Asturiens fühlt man sich im Einklang mit der Landschaft, dem Meer, den Klippen und den Wasservögeln. Die Route verläuft vom Kap von Busto bis zum Kap von Lastres. Dabei sollte man einen Halt im Kap von Peñas, dem nördlichsten Punkt Asturiens, machen und das Interpretationszentrum im Erdgeschoss des Turms besuchen. Die Leuchttürme von Tapia de Casariego, Ortigueira/Ortiguera, Candás, Tazones, Llastres/Lastres, Ribeseya/Ribadesella, Llanes und Bustio bieten einen einmaligen Ausblick.

San Juan-Leuchtturm, Avilés
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