Das Naturparadies


Die Asturier sind vor allem stolz auf ihre Natur: auf die geheimnisvollen Wälder, auf die Küste, die sich vor der Immobilienbranche wehrt, auf die Flüsse, die das Anglerherz höher schlagen lassen und auf die schroffen Berge, die sich Kletterern und Wanderern darbieten. Und dieser Stolz führt zu einer ausgezeichneten Erhaltung der Naturlandschaft. Mehr als ein Drittel des gesamten Gebiets ist durch zahlreiche nationale und internationale Auszeichnungen geschützt; zudem kann Asturien mit der besterhaltenen Küste Spaniens auftrumpfen.

Diese Liebe zur Natur lässt sich nur nachvollziehen, wenn man selbst in die Landschaft Asturiens eintaucht. Dafür darf man nicht die entsprechende Wanderausrüstung vergessen.

Die Erkundung beginnt mit den sechs UNESCO-Biosphärenreservaten des Fürstentums.
Aussichtspunkt Mirador del Fito

Wir empfehlen ...

Nicht zu verpassen ...
  • Aussichtspunkte Fito (Caravia), Pozo de la Oración (Cabrales), Cabo Busto, Ermita de la Regalina (Valdés) und Puerto del Connio (Cangas del Narcea).
  • Covadonga-Seen im Nationalpark Picos de Europa.
  • Auf den Spuren der Bären, Hirsche und Wölfe: Montaña Central und Naturparks Fuentes del Narcea, Degaña e Ibias, Las Ubiñas-La Mesa, Somiedo und Redes.
  • Durch asturische Wälder, Eichenwälder und Buchenhaine: Muniellos und Peloño.
  • Die Mündungen des Eo und Villaviciosa.
  • Routen zu den Wasserfällen von Oneta (Villayón), Seimeira (Santa Eulalia de Oscos), Cioyo (Castropol) und Xúrbeo (Aller).

Asturien verfügt über insgesamt 65 geschützte Gebiete - Reservate, Naturparks, Landschaftsschutzgebiete und Naturdenkmäler -, die sich durch ihre Landschaft, Geologie und Pflanzenwelt auszeichnen.

Das Reservat Picos de Europa wurde 1918 zum ersten Nationalpark Spaniens erklärt. In seinem Herzen befinden sich der Picu Urriellu - ein wahrer Magnet für Kletterer - und die Covadonga-Seen. Das Naturschutzgebiet Fuentes del Narcea, Degaña e Ibias ist die Heimat einer sinnbildlichen Fauna, unter der der Bär und der Auerhahn hervorstechen. Weiterhin beherbergt es das Wildnisgebiet Bosque de Muniellos und das Ressourcenschutzgebiet Cueto de Arbás.
Lago del Valle, Somiedo
Das Habitat des Bären erstreckt sich bis zum Biosphärenreservat von Somiedo, das 1988 zum ersten Naturpark Asturiens erklärt wurde. El Valle ist der größte See der Region; die Brañas (Hochweiden) sind von Teitos (Hütten mit Dächern aus Pflanzenblättern) übersät. In Las Ubiñas-La Mesa befindet sich das Massiv von Peña Ubiña, das zweitgrößte Gebirge der Region. Es ist von Naturdenkmälern geprägt, wie Cueva Huerta, wo eine wichtige Kolonie aus Höhlenfledermäusen lebt oder Puertos de Marabio, Gebirgspässe aus Karstgestein. In Redes sind alle Tierarten Nordspaniens aufzufinden, u. a. der Bär, der Auerhahn und der Wolf. In diesem Naturpark mit komplexer Geländebeschaffenheit bilden Berge, Täler und Schluchten aus Kalkgestein eine atemberaubende Landschaft, die sich über die Wege Senda del Alba oder Los Arrudos durchwandern lässt.
A Seimeira, Santa Eulalia de Oscos

Geheimnisvolle Wälder

Nur 20 Personen pro Tag dürfen den Bosque de Muniellos besuchen, den größten Eichenwald Spaniens und einen der bestbewahrten Europas. Der Besuch muss lange genug im Voraus reserviert werden. Die festgelegte Route erstreckt sich über 20 km und ist kostenlos zugänglich; es besteht allerdings die Möglichkeit, einen Guide für die Wanderung zu engagieren. Die Wanderung dauert sieben Stunden und verläuft über einen Höhenunterschied von 600 m. Hierfür müssen Sie die entsprechende Wanderausrüstung tragen und Proviant mitbringen, da auf der Route weder Bars noch Geschäfte aufzufinden sind.


Braunbären

Abgesehen von den Biosphärenreservaten verfügt Asturien über 9 Ressourcenschutzgebiete, 39 Naturdenkmäler und 9 Landschaftsschutzgebiete.

Auf den Spuren der Tiere

In dieser bezaubernden Landschaft leben noch einige seltene Exemplare des Kantabrischen Braunbären, der unter Artenschutz steht. Der Naturwanderweg Senda del Oso eignet sich perfekt zum Wandern und Radfahren (es besteht die Möglichkeit, Fahrräder zu mieten). Auf einer Seite des Wegs befindet sich das Bärengehege von Proaza. Hier leben die Bärinnen Paca und Tola, zwei Waisengeschwister, die im jungen Alter von fünf Monaten zusammen mit der Bärin Molinera aufgefunden wurden. La Casa del Lobo in Belmonte ist ein Interpretationszentrum, das Félix Rodríguez de la Fuente gewidmet ist. Der Besuch der Einrichtung kann mit einem bequemen, geführten Spaziergang (1,5 km) neben dem Pigüeña-Fluss bis zu einem Gehege mit drei iberischen Exemplaren abgerundet werden. Ein weiteres unvergessliches Erlebnis bietet das überwältigende Röhren der Hirsche, das Ende Sommer und Anfang Herbst in den widerhallenden Tälern zu hören ist. Oder nehmen Sie am Fest des Asturcón in Sierra del Sueve teil. Der Asturcón ist ein kleines Pferd mit robustem Körperbau und gehört zu einer der ältesten und reinsten Pferderasse der Welt. Das Naturzentrum Las Montañas del Quebrantahuesos in Benia d'Onís/Benia de Onís fördert das Studium und das Interesse für die Naturwissenschaften und setzt sich für die Konservierung sowie für eine nachhaltige Entwicklung ein.

Oscos-Eo ist das größte Biosphärenreservat der UNESCO. Diese Landschaft wird von einem Ende zum anderen vom Eo-Fluss durchquert und eignet sich perfekt für die Vogelsichtung.

Weitere international bekannte Prädikate sind das EU-weite Netz Natura 2000 und die Gebiete Gemeinschaftlicher Bedeutung. Darunter zählen u. a. die Sierra del Sueve und die Sierra del Cuera, die Wasserfälle von Oneta, die Schluchten des Esva, die Höhle von Deboyo, das Blasloch von Santiuste, die Flussmündung in Villaviciosa, der Caldoveiro-Berg, die Eibe von Pastur und Barayo. Der Naturpark Ponga wartet mit den Schluchten von Ponga und Los Beyos und dem Ressourcenschutzgebiet Peloño auf.

Diese wunderbaren Gegenden lassen sich am besten zu Fuß erforschen.
Asturien verfügt über Wanderwege für alle Konditionen und Vorlieben - sogar für jene, die nur einen kleinen Ausflug machen möchten. Dies bedeutet jedoch nicht, dass Sie das Auto unbedingt stehen lassen müssen: Dank des gut ausgebauten regionalen Straßennetzes können Sie auch per Auto unvergessliche Besichtigungen und Ausflüge machen. Die ausgeschilderten und gut gepflegten Vías Verdes (Naturwanderwege) lassen sich entweder zu Fuß oder mit dem Fahrrad erkunden. Oder entdecken Sie die Wege der gigantischen Dinosaurier, indem Sie den in Stein gemeißelten Spuren folgen. Je nach Jahreszeit erwarten den Reisenden alle möglichen Erlebnisse: Folgen Sie einer Vogelroute oder den Spuren der Bären; erleben Sie Natur pur auf einer Kräuterexkursion; lernen Sie in einem Kochkurs, wie die eingesammelten Kräuter verwendet werden oder besuchen Sie die Hirtenhütten auf den Hochweiden und verfolgen Sie den Flug der Bartgeier, die in den Picos de Europa ausgewildert wurden. Sie werden garantiert Ihre Leidenschaft für die asturische Natur entdecken.

Wandern
Subir al inicio