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Laboral Ciudad de la Cultura (Kulturstadt)
Gijón (Zentrum Asturiens)
Kontakt Anschrift
Luis Moya Blanco, 261.33203 , Cabueñes
Telefon
902 306 600 / 985 185 858
E-Mail visitaslaboral@recrea.asturias.es Webseite
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Accesible y movilidad interior practicable.

Laboral Ciudad de la Cultura
Laboral Ciudad de la Cultura
Laboral Ciudad de la Cultura
  • 01/01 bis 30/06 und 09/09 bis 31/12
    Führung
    Mittwoch bis Freitag: 17:00 Uhr
    Samstag, Sonn- und Feiertage: 12:30 und 17:00 Uhr
    Besuch des Aussichtsturms
    Mittwoch bis Freitag: 18:00 Uhr
    Samstag, Sonn- und Feiertage: 11:30, 13:30, 16:00 und 18:00 Uhr
    Montags und dienstags keine Führungen und Besuche des Aussichtsturms, außer 8. und 9. Februar, 2. Mai, 5. und 6. September, 31. October, 1. November, 5. und 6. Dezember.

    Keine Führungen am 24., 25. und 31. Dezember, 1., 5. und 6. Januar

    In der Osterwoche (vom 24. bis 27. März) und an nationalen Brückentagen zusätzliche Öffnungszeiten beachten

    01/07 bis 08/09
    Führung durch das Kulturzentrum
    Montag bis Freitag: 12:30 und 17:30 Uhr
    Samstag, Sonn- und Feiertage: 12:30, 17:30 und 19:00 Uhr
    Besuch des Aussichtsturms
    Montag bis Freitag: 11:30, 12:00, 13:30, 17:00 und 18:30 Uhr
    Samstag, Sonn- und Feiertage: 12:00, 13:30, 14:00, 17:00, 18:30 und 20:00 Uhr


    Führungen:
    Einzelpreis: 5,00 €
    Ermäßigt: 3,50 €
    Besuch des Aussichtsturms:
    Einzelpreis: 2,00 €
    Kinder (<12): Frei

Das Kulturzentrum "Laboral Ciudad de la Cultura" ist eines der größten zivilen Bauwerke Spaniens.

Das Kulturzentrum "Laboral Ciudad de la Cultura" erhebt sich auf einer Anhöhe im Tal von Cabueñes. In Anbetracht der natürlichen Geländeform und der Windrichtungen, entschied sich der Architekt, das Gebäude so anzulegen, dass der Eingang auf der entgegengesetzten als der logisch erscheinenden Seite, von Gijón aus gesehen, liegt. Der Eingangsturm der Hauptfassade mit seinem Torbogen erinnert an römische Triumphbögen. Über dem Rundbogen wurde ein von zwei Engeln gehaltenes Wappen mit Adler, Joch und Pfeilen in Anspielung an die Wappen und Schilder an den Fassaden von Renaissance-Palästen und -herrenhäusern angebracht. Der Eingangstorbogen ist größer als der Torbogen, der den Vorhof mit dem großen Innenplatz verbindet. Dadurch wird der Eingang hervorgehoben und zugleich ein besonderer optischer Effekt erzielt. Durch die unterschiedliche Höhe der Torbögen wird die räumliche Wahrnehmung verändert, so dass der Vorhof länger erscheint, als er in Wirklichkeit ist.

Unmittelbar hinter dem Torbogen des Eingangsturms öffnet sich das korinthische Atrium. Es handelt sich um einen rechteckigen Vorhof, der von 10,5 m hohen Granitsäulen umgeben ist. Die Anordnung des Hofs erzeugt einen lebendigen Kontrast zwischen den imposanten Massen der Säulen und der kleinen, zum Himmel offenen Öffnung, die sie in ihrer Mitte freilassen. Der Eingangshof ist als "korinthisches Atrium" angelegt, so wie es vom römischen Architekten Vitrubius im 1. Jh. v. Chr. beschrieben und vom Architekten der Renaissance Andrea Palladio im 16. Jh. für die Marienkirche in Venedig ausgeführt wurde. Hervorzuheben ist, dass weder die zehn Säulen des korinthischen Atriums noch die annähernd einhundert anderen, über das Gebäude verteilten Säulen lasttragend sind, sie dienen im Wesentlichen dekorativen Zwecken.

Umrahmt von Architektur im Herrera-Stil, erstreckt sich der große Innenhof auf einer Fläche von 150 x 50 Metern, auf dem viele Menschen Platz finden. Hier kommen die Mitarbeiter der in den verschiedenen Gebäuden ansässigen Firmen zusammen und er dient auch als Ort für Großveranstaltungen. Im Innenhof sind wie auf den alten spanischen Hauptplätzen die stattlichsten Gebäude angeordnet: Turm, Kirche, Theater, Geschäftsleitung und Aulen. Der Platz ist ein Durchgangsort, der wahre Mittelpunkt des Gebäudes, das wie eine eigenständige kleine Stadt organisiert ist, in der die einzelnen Teile ein harmonisches Ganzes bilden.

Der weithin sichtbare Turm ist aufgrund seiner Ausmaße zum Wahrzeichen der Laboral Ciudad de la Cultura geworden. In den ersten Projekten wurde er als Glockenturm der Kirche, obwohl entfernt von dieser angeordnet, entworfen. Später wurden die oberen Baukörper verschlankt, der Turm gewann an Höhe und Unabhängigkeit in Bezug auf die Kirche. Er besteht aus fünf quadratischen übereinanderliegenden Baukörpern, die durch zwei runde Körper abgeschlossen werden. Den Abschluss bildet eine 17 m lange Spitze, womit der Turm eine Gesamthöhe von 117,60 Metern erreicht.

Die Kirche ist zweifelsohne das auffallendste Gebäude des architektonischen Komplexes. Verschiedene Stile und Elemente und gewagte Lösungen verbinden sich in diesem Bauwerk zu einem kompakten und harmonischen Ganzen. An ihrer Fassade öffnen sich sieben große Mauernischen und ein amphitheaterförmiger Umgang, der auf dem Gewölbe aufliegt. In der mittleren Mauernische befindet sich der Eingang. Über der Oberschwelle der Eingangstür ist eine Skulptur der Jungfrau von Covadonga angebracht. Die Nischen sind beidseitig mit Säulen verziert und werden durch ein barocken bogenförmigen Architraven abgeschlossen.

Der Grundriss der Kirche ist ellyptisch mit 40,80 und 25,20 m langen Achsen und einer Fläche von 807 m². Ihre großen Ausmaße sind auf den ursprünglichen Zweck zurückzuführen: die Anwesenheit von etwa eintausend Schülern und Lehrern. Die Kirche weist wie die Vorbilder, an die sie sich anlehnt (die ersten in Rom errichteten christlichen Basiliken), einen Altar unter Baldachin, Presbyterium, Triumphbogen, Seitenkanzeln, Chor und Emporen auf. Die Umwandlung der ursprünglich rechteckigen Kirchenschiffe in eine Ellipsenform ergab sich aus der Notwendigkeit, über einen großen Raum mit guten Sicht- und Klangbedingungen zu verfügen und eine einheitliche und symbolische Anordnung der Räume aufrechtzuerhalten.

Neben der Kirche ist das Theater das interessanteste und originellste Element des Komplexes. Die Fassade wurde nach hellenistischen Vorbildern ausgeführt und setzt sich aus zwei Baukörpern zusammen. Der obere besteht aus einer Reihe von korinthischen und der untere aus toskanischen Säulen. Ihre Höhen- und Breitenmaße entsprechen annähernd denen des Parthenons in Athen. Für ihren Bau dienten das Markttor von Milet und die Bibliothek von Ephesos als Vorbilder, obwohl einige Elemente von diesen Vorlagen abweichen, wie das Gitterwerk des oberen Baukörpers oder die Türen des Präsidentenbalkons.

Der zentrale Giebel des Theaters wird durch ein großes Wappen Spaniens bekrönt, ein Werk von Manuel Laviada mit einer Breite von 7,80 m und einer Höhe von 5 m. Es ist aufgebaut wie das nur von Münzen oder zeichnerischen Darstellungen bekannte Akroterion eines antiken Tempels und zeigt einen Kaiseradler, der in seinen Klauen ein Schild hält, das seine Brust bildet. Im unteren Teil sind zwei stilisierte Stämme angeordnet, auf denen das Joch zur Rechten und fünf Pfeile zur Linken liegen. Das Gesamtbild ruht auf einer großen Muschel, flankiert von zwei Vasen auf Sockeln, die den palmenförmigen Zweigen als Stütze dienen.

Auf dem Gelände der Laboral kann man vereinzelt kleine Bereiche finden, die aufgrund ihrer stilistischen Eigenheiten vom Gesamtbild des Komplexes abweichen. Diese sind in einigen Fällen auf die Beiträge anderer Architekten zurückzuführen, in anderen sind sie das Ergebnis formalen Experimentierens. Ein klares Beispiel hierfür findet sich im barocken Hof. Der ovale Grundriss dieser kleinen architektonischen Laune sowie die Anordnung der Baukörper und der ellyptische Kranz, der die Traufkante abschließt, verweisen auf den italienischen Barock und insbesondere auf Borromini.

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Laboral Ciudad de la Cultura (Kulturstadt)
GPS:43.524095,-5.613511
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