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Santa María de Villanueva
Villanueva de Oscos (Westen Asturiens)
Kontakt Anschrift
33776 Villanueva de Oscos
Bemerkungen

Schlüssel in der Bar Oscos, gegenüber dem Kloster.

Santa María de Villanueva
  • Nur die Kapelle, der Innenhof und die Interpretationsaula können besichtigt werden.


    Kostenlos
  • Kirche
Das Kloster wurde im 12. Jh. von König Alfons VII. gegründet.

Das Kloster Santa María war über Jahrhunderte hinweg das Organisationszentrum des Agrar- und Wirtschaftsraums dieser Gegend im Westen Asturiens. Es wurde im Jahr 1137 von König Alfons VII. und seiner Gemahlin Berenguela als Zönobium für Benediktinermönche gegründet, obgleich es später vom Zisterzienserorden belegt wurde.

Im Zuge der Säkularisierung von Kirchengütern in der ersten Hälfte des 19. Jh. ging das gesamte Klostervermögen in Privatbesitz über, bis auf das Gotteshaus, das zur Pfarrkirche wurde. Die Nebengebäude des Klosters wurden verkauft und in Privathäuser umgewandelt, bis auf den Kreuzgang, von dem nur noch die Ruinen erhalten sind.

Vom ursprünglichen romanischen Mauerwerk ist nur die Kirche erhalten, die den Standard-Grundriss eines Klosters aus dem 12. Jh. aufweist: dreischiffig, mit höherem Mittelschiff, Holzdecken und dreifacher Apsis, die durch ein Tonnen- und Viertelkugelgewölbe bedeckt ist. Im Inneren fällt die Schlichtheit und Schmucklosigkeit auf. Die fünfjochigen Schiffe werden durch Spitzbögen getrennt, die auf kreuzförmigen Pfeilern aufliegen. Das einzige auffallende dekorative Element ist die Grabstätte von Juan Álvarez Osorio im Presbyterium, das durch ein Grabgewölbe mit Sparrenköpfen und Gesims geschützt und mit Begräbnissymbolen verziert ist.

Das jüngste Gebäude ist das Kloster aus dem 17. und 18. Jh., dessen Errichtung dem Oberbaumeister der Kathedrale von Santiago de Compostela, Domingo Lois Monteagudo, zugeschrieben wird. Das Gebäude wurde an die Südseite der Kirche angebaut und weist große Ausmaße mit einer schlichten und strengen Architektur auf. Man betritt das Kloster durch ein schönes Portal mit einem originellen Bogen aus vorkragenden Bogensteinen zwischen zwei Wandpfeilern die in einem Gesims abschließen. Über dem Tor befindet sich ein Balkon ohne Brüstung, der von den Wappen Spaniens und des Zisterzienserordens umgeben ist. Die gesamte Fassade besteht aus Quadersteinen. Das Dach ist mit Schieferziegeln gedeckt, dem vorherrschenden Material im Westen Asturiens.

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Santa María de Villanueva
GPS:43.311592,-6.986192
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