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Naturdenkmal der Dinosaurierspuren
Colunga, Gijón, Ribadesella y Villaviciosa (Zentrum und Osten Asturiens)
  • Die Fundstätten der Dinosaurierspuren befinden sich an verschiedenen Küstenabschnitten, die vom Kap Torres in der Gemeinde Gijón bis nach Ribadesella reichen.
Dinosaurierspuren an dieser als Naturdenkmal ausgewiesenen Fundstätte.

Vor mehr als 150 Millionen Jahren, im Jura, wurde die Erde von Dinosauriern bevölkert. Es sollten noch weitere 63 Millionen Jahre vergehen, bis der Mensch auftauchte... Von der Existenz dieser Geschöpfe in Asturien zeugen heute noch zahlreiche Fußspuren an der östlichen Küste Asturiens.

Beim Durchschreiten morastiger oder sandiger Böden hinterließen die Dinosaurier ihre Fußabdrücke. Die Sedimentationsbedingungen, die die Abdrücke entstehen ließen, wie alluviale, deltaische und marine Umgebungen, fördern die Erhaltung von Spuren und Knochen der Dinosaurier und anderer Reptilien jenes Zeitalters wie Plesiosaurier, Flugsaurier, Ichthyosaurier und Krokodile. Als die Spuren entstanden, war der Boden weich und erst nachdem sie tief eingegraben waren, wurden sie zu hartem Fels und haben sich fast unversehrt bis in die heutige Zeit erhalten.

Die Dinosaurierspuren an der asturischen Küste weisen gemeinsame Merkmale auf, die einzigartige Belege für die Rekonstruktion des Lebens dieser erstaunlichen Lebewesen darstellen.

Die eindeutigsten Beweise für die Vielzahl und Vielfalt der Dinosaurier, die Asturien im Jura bevölkerten, sind die zahlreichen Abdrücke in den drei Formationen des Oberjura in Vega, Tereñes und Lastres, die an den Steilküsten in den Gemeinden Villaviciosa, Colunga und Ribadesella zu Tage treten. Aus den wissenschaftlichen Untersuchungen geht hervor, dass in dieser Gegend sowohl zweifüßige (Theropoden und Ornithopoden) als auch vierfüßige Dinosaurier (überwiegend Sauropoden) lebten. Nach der Größe der Spuren zu urteilen, gab es in Asturien Dinosaurier sehr unterschiedlicher Größe, die von sehr kleinen, vogelgroßen bis zu riesigen Arten wie den Brachiosauridae reichten. Die Spuren am Strand "La Griega" sind die größten in Spanien bekannten Dinosaurierabdrücke und auch weltweit zählen zu den größten Spuren.

An der "Dinosaurierküste" kann man auf einer erstaunlichen, durch drei Gemeinden führende Wanderroute den Spuren folgen.

In Villaviciosa sind der Strand "Playa de Merón", die Steilküste in Oles sowie der Leuchtturm und der Hafen in Tazones sehenswert; in Colunga die Steilküste in Lastres und der Strand "La Griega" und in Ribadesella der Strand "Playa de Vega", die Steilküste in Tereñes und der Strand in Ribadesella.

Aufgrund ihrer Erhaltung, der breiten morphologischen Vielfalt und der großen Anzahl an Dinosaurierspuren zählen die asturischen Fundstätten zu den bedeutendsten in Spanien aus dem Jurazeitalter.

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Naturdenkmal der Dinosaurierspuren
GPS:+43.500565,-5.259361
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