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Cueva del Demo
Boal (Westen Asturiens)
Kontakt Anschrift
33731 Froseira
Epoche:

Frühe Bronzezeit

Bemerkungen

Die Route zur Cova del Demo ist ausgeschildert. Das Tragen von geeignetem Schuhwerk ist empfehlenswert.

  • Für die Öffentlichkeit geschlossen



Eine Höhle mit prähistorischen Gravierungen aus der Bronzezeit, die einst Unterschlupf für das Vieh bot und Zufluchtsort im Spanischen Bürgerkrieg war.

In der Gemeinde Boal, in der Pfarrei Doiras, im Weiler Froseira bewässert der Fluss Ourubio den Hang des Berges Llanteiro, an dem sich in 450 m Höhe die Höhle "Cova del Demo" befindet, die lange Zeit als Unterschlupf für das Vieh genutzt wurde und im Spanischen Bürgerkrieg als Zufluchtsort diente. Diese Gegend war seit jeher von einer geheimnisvollen Aura umgeben, mit bösen Erscheinungen, die Hexensabbaten, usw. zugeneigt waren. Viele Ortsnamen nehmen Bezug auf den Teufel wie Cedemonio, usw.

Pedro Pablo Pérez Rodríguez und Miguel Ángel de Blas Cortina, Professoren an der Universität Oviedo, führten zusammen mit Elías Carrocera die ersten Untersuchungen in dieser 15 m tiefen und 8 m hohen Höhle aus Quarzgestein durch, in der schematische Darstellungen von tierischen und menschlichen Figuren erscheinen, die aufgrund ihrer Typologie mit der naturalistischen und schematischen Strömung in Verbindung gebracht werden könnten, die im Osten Spaniens entstand. Die Malereien stammen aus der Mitte der Bronzezeit von 1500-1100 v. Chr.

Die Höhle wurde gemäß Gesetz 16/85 vom 25. Juni zum spanischen historischen Erbe als Kulturgut des historischen Erbes des Fürstentums Asturien (höchste Schutzstufe) ausgewiesen.

Die Höhle erreicht man zu Fuß über einen steilen, ca. 2000 m langen, gut ausgeschilderten Anstieg. Der Zugang ist für die Öffentlichkeit mit einem Gitter gesperrt. Für einen Besuch ist eine Sondergenehmigung des Kulturministeriums des Fürstentums Asturien erforderlich.

Die Cova del Demo ist im Westen Asturiens die einzige in einer Höhle gelegene archäologische Fundstätte, was vergleichende Untersuchungen aufgrund fehlender Fundstellen in der Umgebung erschwert. Die meisten Malereien wurden an der linken Höhlenwand in einzelnen, in Einheiten unterteilten Gruppen unter Ausnutzung der glatten Felsflächen angebracht. Sie sind rot, doch in unterschiedlichen Tönungen, was wohl auf ihr Alter, die Witterungseinflüsse und das kontinuierlich die Felswände hinablaufende Wasser zurückzuführen ist, ohne die ursprüngliche Qualität der Farbe außer Acht zu lassen. Die Malereien wurden direkt auf die Felswände aufgetragen.

Die rechte Felswand ist zerklüfteter und schlechter als Untergrund für Malereien geeignet, daher sind - unter Ausnutzung der knappen glatten Flächen - nur wenige vorhanden.

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Cueva del Demo
GPS:43.38293,-6.850428
Ankunft »