Stausee von Salime
- Titel Grandas de Salime, Ibias, Pesoz y Allande West-Asturien
Informationen
Der Stausee von Salime zählt zu den einzigartigsten Landschaften im Westen Asturiens und ist eines der großen Wasserkraftwerke am Fluss Navia. Auf seiner etwa 30 Kilometer langen schiffbaren Strecke lassen sich Wassersportaktivitäten genießen und vom Wasser aus eine Landschaft entdecken, die von steilen Hängen, Wäldern und weitläufigen Wasserflächen geprägt ist.
Unter seinen Wassern liegt das ehemalige Dorf Salime, das einst Hauptort des Gemeindeverbands war. Wenn der Wasserstand des Stausees sinkt, kommen einige Überreste seiner Gebäude wieder zum Vorschein und erinnern an den tiefgreifenden Wandel, den die Errichtung des Stausees für dieses Gebiet mit sich brachte.
Der Bau des Staudamms begann 1946 und wurde Mitte der 1950er Jahre abgeschlossen. Das Ausmaß der Bauarbeiten erforderte den Einsatz von mehr als 3.000 Arbeitern und die Errichtung von Siedlungen, um diese zusammen mit ihren Familien unterzubringen. Zu den eingesetzten Lösungen gehörte insbesondere eine spektakuläre Seilbahn mit einer Länge von etwa 37 Kilometern, die zum Transport von Baumaterialien zur Baustelle diente.
Der aus Staudamm und Kraftwerk bestehende Komplex ist zudem eines der bedeutendsten Beispiele für das industrielle Wasserkraft-Erbe Asturiens. Im Kraftwerk sticht insbesondere der künstlerische Beitrag von Joaquín Vaquero Palacios und Joaquín Vaquero Turcios hervor, die Architektur und Kunst in die Infrastruktur integrierten. Zu den bekanntesten Elementen gehört das große Wandgemälde im Turbinenraum, das den Bau des Staudamms thematisiert.
An den nahegelegenen Hängen ist zudem die „Virgen de la Luz“ erhalten geblieben, die an die Arbeiter erinnert, die an den Bauarbeiten beteiligt waren, und zu einem der Symbole der Geschichte des Staudamms geworden ist.
Der Stausee erstreckt sich über Gebiete in Grandas de Salime, Ibias und, in geringerem Maße, Pesoz und Allande sowie über die Gemeinden Negueira de Muñiz und A Fonsagrada in der Provinz Lugo. Der Staudamm und das Kraftwerk befinden sich zwischen Pesoz und Allande, während sich ein Großteil der Wasserfläche über Grandas de Salime und Ibias erstreckt.
Neben seinem historischen und landschaftlichen Wert erfüllt Salime weiterhin seine Funktion der Wasserkraftgewinnung und der Regulierung des Flusses Navia. Das Einzugsgebiet der Confederación Hidrográfica del Cantábrico umfasst eine Fläche von 1.806 km² und ein Volumen von etwa 266,3 hm³.
Die Hauptzufahrt erfolgt von Grandas de Salime aus über die Straße AS-14, von der aus sich auch einige der charakteristischsten Ausblicke auf das gesamte Gebiet bieten.