Asturias ist schon seit jeher ein Konditorenparadies. Hier wurden zahlreiche Desserts erfunden, die inzwischen weit und breit bekannt und ein wichtiger Bestandteil unserer Gastronomie sind. In jedem Winkel, in jeder Ortschaft oder Gemeinde gibt es eine typische Süßspeise und zahlreiche Konditoreien.
Wenn wir uns für drei Desserts entscheiden müssten, die unsere Region am besten verkörpern, so sind dies der Milchreis, der in keinem Restaurant als Abschluss zu einem guten Mahl fehlen darf; die Frixuelos oder süßen Crêpes, die ehemals mit Zucker überstreut wurden, heute jedoch mit Haselnusscreme, Sahne, Marmelade und weiteren Leckereien gefüllt werden und die Casadielles, frittierte, mit gemahlenen Walnüssen, Honig oder Zucker gefüllte Teigtaschen mit einem Schuss Anisschnaps oder ggf. etwas Milch oder Butter.

Auch die wundervollen Torten dürfen natürlich in diesem Naschparadies nicht fehlen: Fast überall in Asturien können Sie die Charlota kosten, eine Torte aus Biskuit, Sahne und Mandeln mit Schokoladenüberzug und Cocktailkirschen; in Gijón/Xixón ist die heimische Tarta Gijonesa mit ihrem Turrón- Geschmack der Star.
Ja, wir sind echte Naschkatzen. Und jede Stadt oder Gemeinde hat ihre eigenen typischen Desserts zu bieten.

Gijón/Xixón ist das Eldorado der Princesitas und des Eiskonfekts mit Sahne. In Oviedo/Uviéu müssen Sie unbedingt zwei Süßspeisen kosten: einerseits die Carbayones (mit Zitronenguss überzogenen Mandeltörtchen), andererseits die Moscovitas (eine Delikatesse aus Schokolade und Mandeln). Avilés ist für den Bollo de Pascua, den typischen Osterkuchen bekannt.
In Asturien werden viele Gastronomietage und -feste ausgerichtet, doch die meisten sind den salzigen Produkten gewidmet. Das Milchreis-Fest findet bereits seit 30 Jahren in Santolaya/Santa Eulalia (Cabranes) am Sonntag vor oder nach dem 9. Mai statt. Im Rahmen des Fests wird ein Wettbewerb ausgetragen, an dem über 100 Personen teilnehmen, und die Restaurants vor Ort beglücken ihre Kunden mit Sondermenüs.

Im Inland können Sie in der Gemeinde Aller den einzigartigen "Panchón", in Laviana die Bartolos und in Mieres die "Consejos Paserinos", die Blätterteigkringel mit Karamellfüllung genießen. Richtung Westen treffen wir in Grado auf die berühmten "Tocinillos de Cielo", in Salas auf die "Carajitos", die mit dem Qualitätssiegel „Alimentos del Paraíso" ausgezeichnet wurden, und in Candás und Lluanco/Luanco auf die "Marañueles", die typischen Kekse mit Butter, Ei (in Lluanco/Luanco wird nur das Eigelb verwendet), Zucker, Mehl und geriebener Zitronenschale.
In Navia schließlich dürfen Sie sich nicht die "Venera"- Mandeltorte entgehen lassen. Zum Fingerlecken! Die Liste der Süßspeisen lässt sich mit "Borrachinos", "Leche Frita" und "Formigos" abrunden.

Wenn Sie zu Hause einen köstlichen Milchreis zubereiten möchten, hier ein wichtiger Tipp: Nehmen Sie die Zimtstange und die Zitronenhaut zur Hälfte der Kochzeit heraus. Somit vergewissern Sie sich, dass deren Geschmack die anderen Zutaten nicht in den Schatten stellt. Und vergessen Sie nicht, fleißig zu rühren!
Wenn Sie die Casadielles frittieren, müssen Sie darauf achten, dass das Öl sehr heiß ist. Geben Sie nie mehr als zwei in die Pfanne und drehen Sie sie kurz danach vorsichtig um, da sie sehr schnell anbrennen.
Bei den Frixuelos ist es äußerst wichtig, den Teig einige Stunden ruhen zu lassen, damit er nicht zu locker ist. Die Pfanne muss eine Antihaft-Beschichtung haben, um das Anbrennen zu vermeiden. Geben Sie nicht zu viel Teig in die Pfanne, damit die Frixuelos so dünn wie möglich werden.

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Apfelkuchen
Zutaten
Für den Teig:
- 280 g Mehl
- 170 g Butter
- 35 g Zucker
- 1 Ei
Für die Creme:
- 1 Liter Milch
- 7 Eigelb
- 200 g Zucker
- 80 g Speisestärke
- 80 g Mehl
- Zimt
- Zitronen- und Orangenschalen
Für die Apfeldekoration
- 3 Äpfel
- 200 g Zucker
- ein wenig Butter
Zubereitung
Wir beginnen unser Rezept mit der Herstellung des Teigs. Mehl, Butter, Zucker und Ei in einer großen Schüssel mischen. Die Zutaten miteinander vermischen und mit der Hand kneten, bis der Teig homogen und nicht mehr klebrig ist. Ein Trick, wenn der Teig nicht aufhört zu kleben, besteht darin, nach und nach mehr Mehl hinzuzufügen, damit er an Konsistenz gewinnt.
Sobald der Teig die gewünschte Konsistenz hat und nicht mehr klebt, wird er auf eine flache Unterlage zum Backen von Kuchen gestrichen. Bevor Sie ihn ausrollen, denken Sie daran, dass der Boden der Torte entweder mit Alufolie oder Backpapier ausgelegt werden sollte.
Den Teig in den vorgeheizten Backofen geben und bei 180ºC 10 Minuten lang backen. Nach Ablauf dieser Zeit herausnehmen und für später aufbewahren.
Nunbeginnen wir mit der Creme für den Kuchen. Dazu die Eigelbe und den Zucker in eine Schüssel geben und verrühren, bis die Zutaten gut vermischt sind.
Das Mehl hinzufügen und den Vorgang wiederholen, dasselbe gilt für die Speisestärke. Gießen Sie einen halben Liter Milch in die Mischung und rühren Sie sie mit einem Schneebesen um.
Den anderen halben Liter Milch mit dem Zimt und den Zitronen- und Orangenschalen zum Kochen bringen. Sobald die Milch kocht, unsere Mischung hinzufügen und mit dem Schneebesen rühren, bis sie eindickt.
Wenn die gewünschte Dicke erreicht ist, die Creme auf den gebackenen Kuchenboden geben und beiseite stellen, während Sie die Äpfel für die Dekoration vorbereiten.
Schälen Sie die Äpfel und schneiden Sie sie in kleine Stücke. Diese Segmente in eine Schüssel mit Zucker und Butter geben, mit Frischhaltefolie abdecken und in der Mikrowelle erhitzen. Nach dem Erhitzen die Segmente in der gewünschten Form auf den Kuchen geben, bis die gesamte Oberfläche bedeckt ist.
Wenn wir fertig sind, backen wir den Kuchen 10 Minuten lang bei 150ºC.
Voilà, wir haben eine köstliche Apfeltorte, bereit zum Servieren, Essen und Genießen!
Der Apfelkuchen kann in allen Apfelweinbars von "Tierra Astur" genossen werden: Gascona, 1 und Gascona, 9 in Oviedo/Uviéu; Polígono del Águila del Nora in Colloto/Cualloto (Siero); Mariano Pola, 10-12-14 Gijón/Xixón und San Francisco, 4 Avilés.