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Naturpark Somiedo
Somiedo (Zentrum Asturiens)
Besuchszeit

Ganzjährig

Fläche
283 km2
Max. Höhe
2.194 m Pico Cornón.
Kontakt Anschrift

Empfangs- und Interpretationszentrum
Parque Natural de Somiedo

Narciso H. Vaquero, s/n
33840 Pola de Somiedo

Telefon 985 763 758 / 985 763 649
Web www.somiedo.es/parque-natural-de-somiedo

Reserva Biosfera
  • Der Naturpark Somiedo im südlichen Teil Asturiens an der Grenze zwischen den zentralen und westlichen Gebirgen, befindet sich in der Gemeinde Somiedo. Biosphärenreservat und Europäische Charta für nachhaltigen Tourismus in Schutzgebieten.
  • Flora

    Ein Großteil des Gebiets ist bedeckt von unterschiedlichen Waldarten, Bergen, Almen, Weideflächen auf den unteren Berghängen und Ackerland, das in perfekter Harmonie mit der Umgebung steht. Der größte Waldbestand befindet sich in den Tälern "Valle de Saliencia" und "Valle del Pigüeña" und am Berghang des Coto. Hauptsächlich handelt es sich um Laubwälder, bis auf einige kleinere Steineichenwälder in den unteren Höhenlagen.

    Die größten bewaldeten Flächen sind Buchenwälder, gefolgt von Eichen-, Steineichen- und Birkenwäldern.

    Auch verschiedene azonale Vegetationstypen und bemerkenswerte Torfmoore finden sich hier. Ein Merkmal dieser Wälder ist die beträchtliche Dichte an Buschwerk, was ein Indikator für minimale Umweltschädigung ist.

    Die Flora ist üppig und vielfältig, vertreten durch Bärentraube, Weißen Affodill, Gelben und Blauen Eisenhut und Windgras. Erwähnenswert ist die für Somiedo typische Blume, Centaurium Somedanum.

    Aufgrund der hervorragenden Wasserqualität der Flüsse sind erstaunliche Galeriewälder mit einem eigenen Ökosystem entstanden.

    Fauna

    Im Naturpark leben mehr als 100 Vogelarten: Amsel, Gebirgsstelze, Eisvogel... einige leben an den Ufern der forellenreichen Flüsse und Bäche. Auf den Berggipfeln und in den höheren Lagen des Naturparks ist besonders das Vorkommen von Auerhahn und Steinadler zu erwähnen.

    Alle großen Säugetiere des Kantabrischen Gebirges haben Platz in Somiedo, wobei das Vorkommen des Braunbären besonders hervorzuheben ist. Raubtiere wie Wölfe und Füchse und andere Fleischfresser wie Fischotter, Dachs und Wildkatze teilen sich das Terrain bis in die niedrigeren Lagen der Flüsse mit Auerhähnen und ca. 20 Amphibien- und Reptilienarten, unter denen der Goldstreifen-Salamander, der Spanische Wassermolch und die Nordiberische Kreuzotter hervorzuheben sind.

Die friedlichen Seen sind das Wahrzeichen des ersten Naturparks in Asturien.

Der Naturpark Somiedo erstreckt sich auf einer Fläche von 283 km² über fünf Täler: Saliencia, Valle del Lago, Puerto y Pola de Somiedo, Perlunes und Pigüeña, durch die fünf gleichnamige Flüsse fließen.

Der Mensch hat hier die Natur verstanden und diese hat ihm seine Fürsorge gedankt, indem sie sich im Lauf der Jahrhunderte fast unverändert erhalten hat und auch heutzutage noch ein Vorbild für Zusammenleben und vollständige Integration darstellt.

Landschaftlich ist die Schönheit der Seen hervorzuheben, die im Süden der Gemeinde Somiedo hoch oben im Gebirge liegen, das Asturien von León trennt: die drei kleinen "Lagos de Saliencia", der "Lago del Valle" mit seinem charakteristischen Inselchen - der größte See Asturiens mit einem mittleren Radius von 280 m, im Durchschnitt 10 m, stellenweise bis zu 50 m tief - sowie die versteckt zwischen den Flusstälern des Somiedo und Pigüeña liegenden "Lagunas del Páramo".

Die Landschaft ist stark zerklüftet, mit Höhenunterschieden, die zwischen 400 und 2.200 Metern schwanken. Erwähnenswert sind die geologischen Merkmale aufgrund der vielfältigen Elemente wie Kalkstein, Silizium, Sandstein, usw., die spektakuläre karstische Formen bilden. Täler, die Eisenerz, Ablagerungen von Arsen, Quecksilber, Blei, Marmor und Granit bergen. Ein Naturraum voller Gegensätze zwischen Berggipfeln und Senkungen, die die Spuren tektonischer Bewegungen in zahlreichen Überschiebungen, Verwerfungen und Falten offenbaren.

In den höheren Lagen dieses Gebiets liegen Almen mit fruchtbaren Weiden, auf denen nicht ohne Schwierigkeiten die berühmten "Teitos" zu sehen sind: Hütten aus Stein und mit Besenginster gedeckten Dächern, in denen Berghirten und -bauern Unterschlupf suchen. Im ganzen Naturpark gibt es noch über 500 verstreut liegende Hütten und auch heutzutage noch werden die Rinder auf die Almen auf der Suche nach den besten Weideflächen getrieben.

Die Durchschnittstemperatur liegt in dieser Gegend bei 9 °C in den Tälern und fällt in den höheren Lagen um 0,5 °C je 100 Meter. In den Wintermonaten sind die Schneefälle häufig in Lagen über 1.200 m; die kältesten Monate sind Januar und Februar, die wärmsten Juli, August und September. Der Temperaturunterschied zwischen diesen beiden Jahreszeiten ist erheblich, ein typisches Merkmal für Kontinentalklima.

Somiedo war im Jahr 1988 der erste Naturraum, der in Asturien als Naturpark ausgewiesen wurde. Zu den Zielen, die hinter dieser Entscheidung standen, zählte der Erhalt von Ökosystemen, Lebensräumen und Arten, die Verbesserung des Lebensstandards der Bewohner sowie der Erhalt des ethnografischen Erbes und eine nachhaltige landwirtschaftliche Bewirtschaftung.

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Naturpark Somiedo
GPS:+43.1187291,-6.2800864
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