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Comarca Vaqueira
Comarca Vaqueira
Gemeinden, die die Comarca umfasst
Lokalisierung
Comarca Vaqueira
43.271378,-6.610611
    • Luarca und Kap Busto.
    • Naturreservat Barayo und Hoces del Esva (Flussschlucht).
    • Cudillero und Kap Vidío.
    • Ortschaften Salas und Cornellana.
    • Städtchen Tineo, Dörfer Tuña und Navelgas.
    • Ortschaften Pola de Allande und San Emiliano.
Der Name geht auf die "Vaqueiros de alzada" (Berghirten) zurück, eine Gesellschaftsgruppe mit Nomadenkultur, die eine ausgedehnte Comarca mit fünf Gemeinden geprägt hat, die von allem ein bisschen zu bieten hat: Küste und Binnenland mit Bergen, Sierras, Täler, Flüsse, dichte Wäldern...

Die Geschichte steht in ihrem Namen geschrieben. Die Vaqueiros de alzada, die Berghirten, sind eine Gesellschaftsgruppe, die seit Urzeiten das Leben dieser Comarca mit ihrem "nomadenhaften" Sinn des Daseins prägte. Das Wann und Wo wurde durch das Vieh bestimmt. Im Sommer fand das Leben auf den Bergalmen und Weiden der Gebirgspässe statt und mit Beginn der kalten Jahreszeit erfolgte die Rückkehr in die Winterdörfer. Ihre Lebensweise und die Tatsache, dass sie fast ausschließlich untereinander heirateten, führte zum Ausschluss vom gesellschaftlichen Leben der restlichen Landbevölkerung dieses Landstrichs. Die Vaqueiros sind auch heutzutage noch an ihren Namen und sogar an ihren körperlichen Merkmalen zu erkennen und ihre Kultur ist ein unantastbares Erbe der Comarca, die ihren Namen trägt.

Die Comarca Vaqueira ist ein ausgedehntes Gebiet, da einige ihrer Gemeinden zu den größten in Asturien zählen. Aufgrund dieser Ausdehnung findet sich hier von allem ein bisschen: Küste und Binnenland mit Bergen, Sierras, Tälern, Flüssen, dichten Wäldern... Im Grunde ist es eine Kurzfassung der Viefalt und Üppigkeit Asturiens mit einer nicht alltäglichen Persönlichkeit.

An der Küste blicken die Gemeinden Cudillero und Valdés auf eine lange maritime Tradition und Fischereikultur, die sich in zwei wunderschönen Fischerstädtchen widerspiegelt: Cudillero, bekannt als "Villa Pixueta", in Anspielung auf das unter Seemännern verwendete Idiom und Luarca, wegen der Farbe der Häuser das "weiße Städtchen" genannt. Cudillero ist wie ein einzigartigesAmphitheater umgeben von farbenfrohen Fischerhäusern, an deren Balkons die typischen "Curadillos" hängen - an der Luft getrocknete kleine Haifische - und die Aussicht vom Leuchtturm muss man gesehen haben. Luarca, bekannt als Geburtsstadt des Nobelpreisträgers Severo Ochoa weist bauliche Ähnlichkeiten zu Cudillero auf und auch die Aussicht vom Leuchtturm ist fantastisch. In beiden Städtchen gibt es bedeutende Beispiele für bürgerliche Architektur und die der Indianos (Amerikarückkehrer). Sowohl Cudillero als auch Valdés haben großartige Sand- und Steinstrände und Steilküsten und auch die Kaps wie Cabo Vidío in Cudillero oder Cabo Busto in Valdés sind einen Besuch wert, ohne in Valdés das Naturreservat Barayo und Las Hoces del río Esva (Flussschlucht) zu vergessen.

Im Landesinneren blendet die Comarca Vaqueira den Reisenden mit dem Gold von Tineo, das schon die Römer betörte, die im Westen Asturiens eine unerschöpfliche Quelle an Ressourcen fanden, um den Apparat des Imperiums in Gang zu halten. Überraschungen halten auch "Musterdörfer" wie Tuña - Geburtsort des Generals Riego - oder Navelgas mit seiner Goldwäschertradition oder die Altstadt von Tineo mit dem Religionskunstmuseum bereit. Tineo heißt gute Gastronomie mit einzigartigen Spezialitäten wie die geräuchterte Schweinswurst Chosco, ökologische Vorratskammer, Bergbauvergangenheit und Vorgeschichte, die am Dolmen de Merillés zum Vorschein kommt.

Auch Allande ist ein großes Gebiet , in dem der Reisende keltische Befestigungsruinen der Castro-Kultur in San Chuis, die romanische Kirche Santa María de Celón und Architektur und Traditionen der "Indianos" in Pola de Allande betrachten kann. Pola bietet auch mittelalterliche Paläste wie den Cienfuegos-Palast und in der Gastronomie eine exzellente Hausmacherkost... Allande bedeutet verstreut liegende Bauernhöfe und Vieh, freundliche Landschaften und umgängliche Menschen.

Salas, der gleichnamige Hauptort der Gemeinde, ist ein mittelalterliches Städtchen, das um das Schloss der Familie Valdés Salas, Wiege des Großinquisitors und Gründervaters der Universität Oviedo, herum wuchs. Neben den populären Keksen "Carajitos del Profesor" und den Lachsen im Narcea ist Salas Teil des ursprünglichen Jakobswegs, hat Dörfer mit der Architektur der "Indianos" wie Malleza und Mallecina und einen Wanderweg am Ufer des Narcea.

Eine Comarca geprägt durch Mittelalter, Viehzucht, Transhumanz, "Indianos", Bergbau, Castros, Römer... Eine Comarca mit gastfreundlichen Menschen, gutem und gesundem Essen, üppiger Natur und endlosen Landschaften.

Das Gebiet, das die Vaqueiros durchzogen, erstreckt sich über fünf Gemeinden im Westen Asturiens: Allande, Cudillero, Salas, Tineo und Valdés. Tineo, Allande und Valdés gehören zu den flächenmäßig größten Gemeinden Asturiens.

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