Verschicken Drucken
Das Zentralgebirge oder der Olymp der Götter
Km 0
Km 0
Das Zentralgebirge oder der Olymp der Götter (Zentrum Asturiens)
38 kms
Pkw 5 Tage
Das asturische Zentralgebirge ist gekennzeichnet durch eine kolossale Natur und legendenumrankte Berggipfel, die Geschichte im Radrennsport geschrieben haben.
Zusammenfassung Das Zentralgebirge oder der Olymp der Götter

Das asturische Zentralgebirge ist erklärtermaßen Bergbauland, aber auch ein Gebiet mit einer vielgestaltigen Geschichte und einer kolossalen Natur mit legendenumrankten Berggipfeln des Radrennsports, unter denen El Angliru herausragt.

40,7 kms
Tag 1 Bueño - Riosa - El Angliru

1. Tag: Bueño ist ein kleiner Ort in der Gemeinde Ribera de Arriba, knapp 15 Autominuten von Oviedo auf der A-66 und der N-630 nach Süden entfernt, in dem die Zeit stehengeblieben zu sein scheint. Hier befinden sich 50 traditionelle Hórreos und Paneras (Kornspeicher), einige aus dem 16. Jh., die auf einer ausgeschilderten Route mit Erläuterungen und Zeichnungen liegen. Von Bueño erreicht man auf der N-630 die Gemeinde Morcín, die eine außergewöhnliche Gastronomie mit dem typischen Rübeneintopf und dem Käse "Afuega`l pitu" ihr eigen nennt. Die Ortschaft Foz liegt zu Füßen des Bergs Monsacro, der auf mehreren Wanderrouten erreichbar ist. Auf seinem Gipfel liegen zwei architektonisch wertvolle Kapellen verborgen, die nur zu Fuß erreichbar sind. Auf der AS-231 gelangt man nach Riosa und zum Angliru. Der Berg erhebt sich auf 1.570 m Höhe und hat Steigungen wie "La Cueña les Cabres" mit 23%igem Gefälle. Dieser mythenumrankte Gipfel war zum ersten Mal auf der Spanienrundfahrt 1999 Etappenziel.

24,9 kms
Tag 2 Mieres - Alto de la Colladiella

2. Tag: In Mieres, dem zweiten Halt auf der Fahrt nach Süden, stechen dem Reisenden das Industrieerbe und die modernen Bauten auf Schritt und Tritt ins Auge. Der Besucher kann das Marktgebäude aus dem Jahr 1907, das Aniceto-Sela-Lyzeum - eine Mischung aus modernistischem Stil und Art déco -, das Haus "Casa Duró" aus dem 17. Jh. oder das moderne Gebäude der Universität Oviedo betrachten, das auf den Anlagen der ehemaligen Zeche Barredo errichtet wurde. Die Plaza de Requejo ist ein weiterer bezaubernder Platz, ideal um den Apfelwein zu probieren. Der Caudal fließt wasserreich an einer Seite der Stadt hinab. Auf seinem am Ufer angelegten Spazierweg kann man die Renaturierung einer einstmals stark degradierten Landschaft nachvollziehen. Die Umgebung von Mieres bietet noch weitere Anreize wie das Valle de Cuna y Cenera mit der Ermita de San Cosme y San Damian (Einsiedelei) und dem Volksfest "Los Mártires de Valdecuna". Man erreicht das wunderschöne Tal über die AS-242 und die MI-2. Radliebhaber haben auch die Möglichkeit, einen der bei Radwanderern beliebten Anstiege wie z.B. den Alto de La Colladiella hinaufzufahren.

40,7 kms
Tag 3 Lena - Puerto de Pajares

3. Tag: Die Fahrt geht weiter nach Süden auf der AS-242 in die Gemeinde Lena. Im Dorf Villallana erhebt sich auf präromanischen Überresten die Iglesia de San Martino, eine Kirche aus dem 12. Jh., die den ersten Halt rechtfertigt. In Pola de Lena kann man das Geburtshaus des Arztes, Dramaturgen und Dichters Vital Aza, das Rathaus oder das älteste Stadtviertel La Caleya besichtigen. Auf der AS-242 geht es ins Dorf La Cobertoria, wo im ehemaligen Bahnhof die Didaktik-Aula zur Präromanik untergebracht ist, eine perfekte Einleitung, um einige Kilometer entfernt die beeindruckende Kirche Santa Cristina de Lena, eines der besten Beispiele der Präromanik, zu entdecken. Auf die Baukunst folgt die Natur. In Campomanes ergeben sich zwei Möglichkeiten. Die erste bekanntere ist, den Pajares-Pass bis zur Skistation Valgrande-Pajares hinaufzufahren. Die zweite Option ist den La Cubilla, einen Berg, der von Radfahrern der asturische Col du Galibier genannt wird, inmitten einer fantastischen Landschaft hinaufzufahren.

64,1 kms
Tag 4 Pajares - Cabañaquinta

4. Tag: Für diesen Tag schlagen wir zwei Reisemöglichkeiten vor: eine ist der Besuch der Vía Carisa, ein alter Verbindungsweg zur Kastilischen Hochebene aus der Römerzeit, der das Kantabrische Gebirge durchquert und über den "Cordal de Carraceo" - ein Gebirgszug, der die Gemeinden Lena und Aller trennt - auf über 1.500 m Höhe nach Asturien vordringt. La Carisa ist ein Paradies für Wanderer, Radfahrer und auch für Geschichtsliebhaber, die Interesse an den aktuellen archäologischen Ausgrabungen haben. Es gibt mehrere Zufahrtsmöglichkeiten von Lena, aber es ist ratsam, ein geländegängiges Fahrzeug zu benutzen und auf einen Führer zum besseren Verständnis der Ausgrabungen zurückzugreifen. Der Abstieg kann entweder wieder durch Lena oder auf der anderen Seite des "Cordal de Carraceo" nach Aller erfolgen. Es wird vorgeschlagen, nach Lena zurückzufahren und die Fahrt auszunutzen, um das restaurierte Bergarbeiterdorf Bustiello zu entdecken. Hierfür muss man auf der A-66 in Richtung Mieres fahren und dann auf die AS-112 abfahren. Einige Kilometer vor Bustiellos befindet sich in Caborana ein Besucher-Interpretationszentrum, das Eingangstor zur Gemeinde Aller. Die zweite Option richtet sich insbesondere an die Anhänger des Radrennsports, die "die Römer" durch eine Fahrradroute ersetzen können, die bei der Spanienrundfahrt Geschichte geschrieben hat und von Kennern mit den mythenumrankten Bergetappen der Tour de France verglichen wird. Es ist der Anstieg zum Pass "Coto Bello" im Kohlerevier von Aller, der in Piñeres zwischen Moreda und Cabañaquinta beginnt. Nachdem der Gipfel erreicht ist, genießt man eine beeindruckende Aussicht auf alle umliegenden Berge, darunter La Collaona und etwas weiter entfernt der Picu Torres über dem San-Isidro-Pass.

33,9 kms
Tag 5 Cabañaquinta - La Raya

5. Tag: Cabañaqinta und die Umgebung mit der romanischen Kirche San Vicente de Serrapio, den Einsiedeleien "Ermita de Vierres" und "Nuestra Señora de Miravalles" oder den Schlossruinen "Torre de Soto" sind sehenswert. Man kann auf einer der zahlreichen, die Berge durchziehenden Routen wandern wie z.B. durch die Schlucht "Foces del Río Pino" oder zur Skistation Fuentes de Invierno hinauffahren. Zur Stärkung sind typische Gerichte der Gegend wie Wildschwein mit Weißbohnen und "Panchón", eine aus Dinkelmehl und Wasser hergestellte Nachspeise, zu empfehlen.